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Mittwoch, 21. November 2007 - 16:12 - Ein Hochgenuss!

Heute war das Dezemberheft der Burda im Briefkasten. Und zum Abo dazu gibts das 1stRow-Magazion. Das find ich klasse! Ich denke ich bin die nächsten 3 Stunden nicht ansprechbar und werde es mir ausführlich mit heißen Kakao gemütlich machen. *g*

Mit meinen Lieblingsmodellen oder andere Kuriositäten komme ich dann später nochmal zurück und erstatte Bericht.


Update: Kleine persönliche Zusammenfassung
Die Glamour-Strecke ist ja so richtig zum Träumen. Die Materialien, die Opulenz, schon die Location und die schönen Fotos. Mein Highlight (vielleicht das Highlight des ganzen Heftes) sind die Ärmel an Modell 104. So raffiniert und trotzdem dezent, verspielt, stilsicher, setzen das ganze Kleid in ein neues Licht. Großartig!

Im City-Bereich gehört die Jacke 115 B zu meinen Favoriten, obwohl sie mehr vom Stoff als vom Schnitt lebt. Bluse 117 B gefällt mir auch sehr, das sind vor allem die Ärmel. Der kragenlosen Ausschnitt ist nicht so mein Geschmack, ich würde das anders zusammensetzen. Kann ich mir trotzdem sehr gut zB in schokobraun vorstellen, mit sand- oder fuchsiafarbenen Details.

Obwohl ich ein großer Fan von Rot bin, ist in der Rot-Strecke leider gar nichts nach meinem Gusto dabei.

Aber dafür mag ich das Karo-Ensemble aus der 1stRow-Kollektion sehr. Extravagant aber nicht zu schrill. Mit den richtigen Karostoffen kriegen die mich bei Burda ja fast immer.

Richtig schön zum Jahresende sind auch die Kindersachen. Zwar total Prinzessin, aber als kleines Mädchen darf man das auch. Diese Fellweste hat eine tolle Stoffkombi, die würde ich auch tragen.


Das 1stRow-Heft erinnert auf den ersten Blick ziemlich an Vogue und Cons. aber beim genaueren Durchlesen meine ich etwas entdeckt zu haben, das mir bei den anderen Hochglanzheftchen fehlt: Begeisterung. Da kommt so eine Liebe zu Design und Mode (und nicht zuletzt zum Selberschneidern) rüber, das finde ich ganz wunderbar. Dass mit der Kollektion die Vergangenheit des Hauses Burda nochmal hochgehalten wird ist gut und richtig. Da darf man ruhig immer mal wieder drauf hinweisen. Und zeigen, dass Selbernähen überhaupt nicht aus der Mode gekommen sein muss.
Und dieses bunte Sammelsurium an Laufsteg, Modefotos, Nachnäh-Modellen, Hintergrund-Infos, Historie und was nicht noch allem. Schön. An das Layout wird man sich gewöhnen. Das einzige was meiner Meinung nach etwas fehlt ist ein eigener (optischer) Stil. Aber gut, es ist das erste Heft, das braucht ja auch Zeit.
Ich hätte mir das Magazin sicher nicht gekauft, insofern bin ich positiv überrascht. Da steckt mehr Seele drin als ich gedacht hätte.

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Dienstag, 20. November 2007 - 19:58 - Der Hauch der Vergangenheit

Diese beiden Hefte (von 1959 und 1963) sind gerade in meinen virtuellen Ebay-Einkaufswagen gefallen. Yay!



Irgendwie habe ich den Eindruck als hat man sich vor 50 Jahren noch mehr Mühe mit aufwändigen Schnitten und durchdachten Details gegeben. Nichts gegen die Burda, die ist prinzipiell schon okay, nur sind halt die Schnitte jetzt meiner Ansicht nach meist eher auf einfaches Nacharbeiten optimiert, statt besonders clever oder ausgefallen zu sein. Das ist wahrscheinlich nötig um eine Schnittmusterzeitung am Leben zu erhalten, es befriedigt nur nicht immer meine Liebe zu ungewöhnlichen, neuen oder besonderen Details. Deshalb mal der Ausflug in die Vergangenheit.

Ich liebe zur Zeit mehr noch als die New Look Silhouetten der Fünfziger das typische gerade Hängerkleid der Sechziger (hatte ich nicht gerade was von anspruchsvollen Schnitten gesagt? ;)). Es gibt ja sooooo schöne Schnitte aus der Zeit. Ich darf gar nicht groß damit anfangen, denn *genau diese* Schnittmuster bekommt man natürlich kaum noch. Zum Glück kann man (ich, in dem Fall) viel davon mit etwas Erfahrung und Mühe selber zeichnen, aber ich habe auch gerne fertige Schnitte, weil die so viel weniger Arbeit machen. Und dann der Hauch der Vergangenheit! Die großen oder völlig trivialen Geschichten die solche Stücke mitbringen oder mitzubringen scheinen. Wer hat das mal gekauft? Wie hätte sie in den Sachen ausgesehen? Was hat ihr gefallen? Hat sie konkret irgendetwas davon geplant, zu einem bestimmten Anlass? Möglicherweise habe ich einfach zu viel Fantasie ;)

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Montag, 19. November 2007 - 14:16 - Kaffee ... oder Glühwein?

Dafür, dass es November ist, bin ich schon ziemlich in Weihnachtsstimmung. Kann vielleicht auch an den gerade laufenden oder geplanten Weihnachtsaktionen im Forum und auf der Page liegen. Das traditionelle Forumswichteln läuft dieses Jahr dank automatischem Skript sehr stressfrei und es macht mir echt Spaß das zu beobachten. Ein paar kleine Fehler sind aufgetaucht, aber bisher keine Katastrophen. *klopfaufholz*
Für die Page gibts auch wieder(?) eine Weihnachtsaktion, aber dazu mehr am 1.Dezember ;) Wir versuchen momentan beide aufgrund knapper Zeit und Muße den Ball flach zu halten, und ich finde es wirklich schade, zur Zeit keine großen neuen Ideen umsetzen zu können. Aber so ganz ohne Special möchte ich die Weihnachtszeit dann doch nicht vorbeiziehen lassen.

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Samstag, 17. November 2007 - 14:20 - Und ich dachte immer "marine" wäre dunkelblau...

Ein Kandidat für eine Schönheits-OP (Lifting!) in Dr.Natrons Laboratorium ist dieses Marinehemd. Ich mag das Hellblau. Ein paar Abnäher werden Not tun, vermutlich wird es auch insgesamt etwas gekürzt. Ist nur noch die Frage: Lasse ich die Ärmel lang oder mache ich kurze angerüschte draus? Stell ich mir ziemlich niedlich vor, Puffärmelchen mit Hoheitszeichen ;)



Über der Tasche sieht man noch die Fäden mit denen mal ein Namensschild angenäht war.

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Donnerstag, 15. November 2007 - 14:30 - Sherlock: Fast fertig

Es fehlen nur noch die Knöpfe. Da werde ich aber wahrscheinlich Ringdruckknöpfe zum Nieten kaufen. Hoch lebe die Variozange ;)
Nun also, die Bluse mit Ärmeln. Die habe ich ja etwas verändert und eingehalten eingesetzt, das gibt irgendwie mehr Volumen und gefällt mir prinzipiell besser. Die Verarbeitung der Armausschnitte habe ich auch nach Gutdünken gemacht, mit einigen Handstichen und ohne Schrägstreifen.



Ich bin ja normalerweise nicht dafür auf kleine Fehler auf Bildern noch extra hinzuweisen aber hier fällt es mir sehr auf: Nein, die Vorderteile sind tatsächlich exakt gleich lang!



Was man hier auf dem letzten Bild sieht ist, dass die Paspeln von den dunklen Musterstreifen auf den Knopfleisten fortgesetzt werden. Das ist zufällig passiert, sieht aber klasse aus :)

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Dienstag, 13. November 2007 - 16:26 - Ausgefranste Paspeln

Der Sherlock kommt so langsam zusammen. Ich bin im Moment nicht so motiviert und arbeitswütig wie noch vor kurzem. Aber das ist okay, solche Phasen gibt es auch.

Die Bluse ist jetzt in dem Zustand wo ich nicht weiß ob sie "schon" zusammengesetzt ist oder nur "noch" Ärmel, Kragen und Knopfleiste braucht. Schon erstaunlich wie unterschiedlich man wahrnimmt, abhängig vom Entwicklungszustand des Projekts. Es braucht bei mir auch immer einen Moment wenn ein Teil fertig ist, umzuschalten von "dies ist ein Nähprojekt" auf "dies ist ein Kleidungsstück".

Wie auch immer, ich habe also Paspeln gemacht, allerdings nicht mit Schnur drin (hatte keine die dünn genug gewesen wäre) sondern ich habe eine ganz normale Paspel genäht und diese dann als sie fertig war aufgeschnitten. Das gibt einen ausgefransten, "weicheren" Charakter der zu diesem Western-Holzfäller-Look passt.



Ich mag die Taschen :)

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Montag, 12. November 2007 - 13:23 - 'round the corner

Da ich gerade die Taschen für die Bluse zusammensetze, hier ein kleiner Tipp für komplizierte Formen. Laut Anleitung soll man lapidar die Nahtzugabe umbügeln und die Tasche aufsetzen. Das ist bei runden Formen leichter gesagt als getan. Es gibt zwei Möglichkeiten (es gibt natürlich noch mehr, aber zwei die ich verwende sind die folgenden):

1: Taschen mit Futter verstürzen. Dabei schneidet man die Tasche nochmal aus Futterstoff zu. Dabei alle Falten weglassen, so dass die Futtertasche nur die Form der endgültigen Tasche hat ohne Faltenböden und so weiter. Die beiden Taschen rechts auf rechts zusammennähen. Dabei bleibt eine gerade Seite offen. Wenden, bügeln. Die Zugaben der offenen Kante nach innen falten, bügeln, ggf zunähen wenn das nicht im nächsten Schritt automatisch erfolgt. Tasche aufsetzen.
Schlauer ist es, wenn das möglich ist, die untere Kante beim Wenden offen zu lassen. Dann kann man diese Kante einfach versäubern und die Tasche zuerst nach unten geklappt (rechts auf rechts) nur an der unteren Kante aufnähen. Dann nach oben klappen (dabei verschwinden die Zugaben in der Tasche) und rundherum an den drei Kanten aufsteppen.

2: Wenn man kein Futter will, zum Beispiel weil man die eingelegten Falten tatsächlich für Mehrweite nutzen möchte ist es etwas fummeliger. Das ist die Methode die ich heute verwendet habe.
Ich habe mir eine Vorlage für die endgültige Taschenform (also wieder ohne Falten-Chichi) gemacht, aus dünner Pappe (je dünner die Pappe desto besser). Diese Vorlage lege ich auf die linke Seite der Tasche und bügel die Nahtzugabe quasi "drumherum". So werden auch runde Kanten viel ordentlicher als wenn man die Nahtzugabe Pi mal Auge umfaltet. Wichtig: Genug Nahtzugabe macht das Unterfangen einfacher! (Negativbeispel siehe Foto ;))
Nach Entfernen der Vorlage nochmal von rechts bügeln und dann ist die Tasche soweit, dass sie platziert werden kann. Wenn man sie zuerst nur heftet wirds noch etwas einfacher.

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Sonntag, 11. November 2007 - 18:33 - Sherlock Bluse

Los gehts mit dem nächsten Projekt, der Sherlock Bluse. So benamst nach dem Stoff der jedem Detektiv zur Ehre gereichen würde.



Der Stoff ist von Karstadt, Flanell reduziert auf 3 Euro/Meter. Da konnte ich nicht vorbei gehen. Schnitt ist aus der August-Burda dieses Jahres. Um diesen schönen gestreift-kariert-Effekt mit einem einzigen Stoff zu imitieren schneide ich die karierten Parts schräg.



Das einzige was mir an dem Schnitt nicht gefällt sind die Ärmel, und das auch nur seit ich auf dem Schnitt festgestellt habe, dass sie nicht eingereiht werden. Die Teile werde ich also noch verändern, das sollte kein großes Problem darstellen.



Ich liebe ja Karomuster sehr, aber es stellt mich auch immer vor die Herausforderung es *ganz genau* hinzukriegen. Daher habe ich diesmal nichts mit doppelter Stofflage zugeschnitten, sondern jedes Teil einzeln aufgelegt, die Karos auf dem Schnitt markiert um das Teil dann beim zweiten Mal mit exakt dem selben Musterrapport zuzuschneiden. Klingt ungeheuer pedantisch, ich weiß.

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Freitag, 9. November 2007 - 13:43 - Herbst an allen Fronten

Zu dem roten Karo den ich neulich für das nächste Burdakleid gekauft habe habe ich in meinem Vorrat noch einen tollen rostroten Feincord gefunden. Daraus werde ich eine Art kurze Jacke oder Shrug machen. Vielleicht finde ich noch einen cremefarbenen Plüsch für die Kapuze. Der braune Karo wird dann das Futter für die Jacke. Als verbindendes Element werde ich ihn dann auch nochmal beim Kleid als Schrägstreifen aufgreifen.



Das ist übrigens mein großes Skizzenbuch in das ich alle spontanen Ideen aufzeichne. So verhindere ich einen Wust loser Blätter an meinem Arbeitsplatz und habe alles beisammen. Außerdem stelle ich es mir lustig vor, das in ein vielen Jahren nochmal vorzuholen und zu sehen was ich damals so mochte.


Trotzdem ist erstmal die Bluse dran, schließlich magelt es mir für das Kleid immer noch an Futterstoff. Heute habe ich auch keine Meinung in die Stadt zu fahren, diese Sturmflutwarnung macht mich doch etwas nervös. Es ist Herbst, damit muss man rechnen, okay. Trotzdem kein so gutes Gefühl.

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Donnerstag, 8. November 2007 - 12:07 - Zum Hirschen

Zu meinen letzten Werken gehört dieses Kleid (105A nach Burda 10/2007). "Zum Hirschen" hat Soda das Kleid getauft weil es sich (Zitat Soda) "irgendwo zwischen mädchenhaftem Cousinenkleid, Trachtenstoff (Look) und Haute Couture" bewegt.

Material ist ein dicker Jersey in gold mit schwarzer Rückseite. Das Futter habe ich weggelassen, dafür die Kanten mit kontrastfarbigem Band versäubert.



Den Gürtel habe ich auch selber bezogen, das ging mit dem Jersey erstaunlich gut. Die Taschenklappen habe ich auch nicht gemacht, die bringen zu viel Unruhe rein, finde ich.

Ich bin ja kein Fan von Rollkragenshirts (oder was immer es ist, was Burda dazu kombiniert hat), deshalb gibts das bei mir eher zusammen mit dieser schwarzen Bluse.



Mit dem elastischen Stoff konnte ich mir den Reißverschluss auf der Rückseite sparen, etwas das ich natürlich erst gemerkt habe als er schon eingesetzt war. Aber Raustrennen ist ja eine meiner leichteren Übungen.



Insgesamt bin ich ziemlich zufrieden, mit dem Schnitt als auch mit der Umsetzung. Der Jersey trägt nicht zu sehr auf und fällt ganz wunderbar. Ein prima Herbstkleid also. Nächstes Mal weiß ich dann auch wie die Nahttaschen einfacher zu bewältigen sind. ;)

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Mittwoch, 7. November 2007 - 20:02 - Vorstellungsrunde

Damit ihr wisst mit wem ihr es zu tun habt: That's me. Und an die Wasserzeichen wird man sich auch gewöhnen müssen.