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Samstag, 23. August 2008 - 18:08 - Burdakurzkritik

Ich hab gerade überhaupt keine Meinung eine komplette Burdakritik zu schreiben. Die von letzten Monat ist ausgefallen (hat das eigentlich jemand gemerkt?) weil das eins der seltenen Hefte war in denen mir nichts richtig gut gefallen hat. Und nur rumnörgeln find ich auch ermüdend.
In Heft 9/2008 sieht es schon etwas besser aus, aber ich werd nur kurz zu den Schnitten die ich tatsächlich gut finde was sagen, und mir den Rest sparen. 

Das Konzept find ich super, die Modelle sehen in den Zeichnungen eigentlich alle gut aus. Aber die Umsetzung ist nicht überall entsprechend, find ich.

Ich mag aus irgendeinen seltsamen Grund Mantel 101. Purismus ist sowas von nicht mein Ding, aber irgendwie... der gefällt mir. Etwas sechziger, zu schmalen Hosen ganz toll. Und die Mundsburg-Türme im Hintergrund wenn mich nicht alles täuscht, das gibt eine schöne urbane Idee davon wie man den Mantel tragen kann. 
Auch als kurze Version 102 ist der schön. Noch mehr sechziger.

Kleid 106 hat auch einen ganz guten Schnitt, bin mir noch nicht so sicher mit dem Kragen und der Länge, aber das kann uU ein schöne Kleid sein.

Sowohl Big Shirt 110 als auch den großen Bruder Pullikleid 111 mag ich totaaaaal. So kuschelig. Den Kragen von 110 würde ich mit der Kapuze von 111 ersetzen, aber dann ist es super. Ich glaub, die 111 hat sich schon einen Platz auf der to-sew Liste erobert.

Rock 124 ist auch schön, der Schnitt ist perfekt für Streifenstoff. Dafür hätte ich sogar etwas passendes. Ja, doch, das könnte was werden. Rot-Weiß dünn gestreift mit hellblauen/graublauen Details... *schwelg*

Mantel 117 ist auch  süß, irgendwie. Vielleicht auch nur auf dem Foto, aber der sieht so gemütlich und warm und unkompliziert aus. Leider wirkt ein normaler Mensch darin vermutlich nicht so souverän wie das Modell. Auch als 116 ganz niedlich (vielleicht nicht in Knallpink).

Kleid 114 gefällt mir zwar auf der Zeichnung auch wieder besser (die Abnäher sind schöner) aber ist trotzdem nicht übel. Allerdings Kurzgröße...

Blouson 123 ist schwierig, aber interessant. Ich bin momentan auf der Suche nach *dem* Bikerjackenschnitt der sich zu meiner Vorstellung passend verändern lässt. Hier gefällt mir der Schnitt ansich gar nicht so, aber er wirkt nicht übel. Das lässt hoffen ;)

Plusmode ist ganz okay. Das Model ist keine Größe 34, aber auch von 44 weit entfernt. Naja.

Exklusivmodell 132 gefällt mir ganz gut, die Kombi von Satin und Jersey ist gelungen, es ist rot, aber wann braucht man schon ein Abendkleid?

Downloadschnitt ist ein Dirndl. Das hat die Faszination einer völlig fremden Kultur auf mich. Sieht ja gar nicht so schlecht aus, der Schnitt ist schön und klassisch, aber trotzdem... bizarr.
(Gut, dass sie im Heft die Schuhe geschnitten haben, die gehen ja mal GAR nicht!)

Aus dem Kreativteil begeistern mich eigentlich nur die Tassen, auch wenn das wohl definitiv keine Urlaubsfotos sind. Aber trotzdem, großartig. Die Verwandschaft zum Tee :D Es gibt aus meiner Vorfahrenschaft sogar solche schönen Fotos... nur habe ich gar keinen Platz und Bedarf für noch ein Teeservice. Leider.

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Mittwoch, 2. Juli 2008 - 17:35 - Burda 7/2008

Etwas verspätet wegen Urlaub, aber nichtsdestotrotz: Die Burdakritik für Heft 7/2008.

Das Titelmodell gefällt mir schon mal ganz gut. Schöner tiefer Ausschnitt (auch schön mit dem Bikini drunter gestylt, genau so muss man sowas tragen!), schöne Verarbeitung mit den Blenden. Ich würds höchstens kürzer machen.

Ein Wort zu Karl Lagerferld (der befindet sich im Editorial): Ich habe kein generelles Problem mit Modemachern die sich selber zu einer Art Kunstfigur gestalten. Ich mag auch viele von den Lagerfeldmodellen und den Sachen die er für Chanel macht. Aber Lagerfeld selber ist mir irgendwie unsympathisch. Vielleicht habe ich den zu oft in irgendwelchen dämlichen Interviews gesehen wo er Stuss erzählt hat, wer weiß.

Okay, on with the fun!

"Aktuell" sind diesmal cremefarbene Sommersachen. Okay. Tunikabluse 116 ist ganz süß, zu empire für mich, aber nicht grundverkehrt.
Wickelrock 115A ist entgegen der Beschreibung NICHT knöchellang. Oder wo sind die Knöchel? Vielleicht soll der nicht so knapp unter dem BH sitzen, hm? Ist mir jedenfalls zu viel geschlitzt. Das geht vielleicht über eine luftigen Leinenpumphose.
Bei Jacke 112 haben wir übrigens eine ganz klassische Burda-Wortschöpfung. Ich dachte schon, sie hättens aufgegeben, hab das lange nicht gelesen. Aber da ist es wieder. Nein, "couturig" ist kein Wort! Ich weiß was ihr sagen wollt, aber das kann man doch auch anders ausdrücken. "Couturig" tut mir irgendwie im Gehirn weh. Die Jacke ist trotzdem ganz schön. Sogar als Kostüm gefällts mir, auch wenn ich alles andere als ein Kostüm-Typ bin. Ich glaube es liegt am Stoff.
Blusenjacke 103B hat einen interessanten Schnitt, den muss ich mir noch mal genauer ansehen, inwiefern da Abnäher drin versteckt sind. Tunika 108 gefällt mir gut, wäre aus Jersey mit breitem zusätzlichem Bund noch toller. Auch wenn sie schon wieder "couturig" ist.
Diesmal werfen sie ganz schön mit Tunikas um sich. Modell 118A ist auch nicht übel, die Ärmel sind mir einen Tick zu lang, aber eigentlich ein ganz schöner Schnitt. Gibts sowas nicht gerade in pink-orange von Marimekko-meets-H&M?
Trägerkleid 110 hat auch was. Mit weiterem Rock. In rotem Karo oder Nadelstreifen mit fetten Metallzippern wärs auch total Lipservice.

Schön find ich übrigens, dass Burda ein paar Kleinigkeiten verändert hat, zB den großen Workshop (jaaa! Hooray for Workshops!) zur verdeckten Knopfleiste und so. Veränderungen sind gut. Meistens.

Das Titelmodell taucht in der "Freizeit"-Abteilung wieder auf, Kleid 119. Immer noch toll. Top 101B erschließt sich mir vom Foto jetzt nicht so. Zu wirr. Aber schöner bunter Jersey. Dann ist da noch Tunika 118B wieder, diesmal etwas zu bunt. Ja, die Ärmel sind definitiv zu lang. Was auch gar nicht meine Welt ist sind Schlauchkleider wie das Kleid 120. Geht bis zu einer Altersgrenze von etwa 10 Jahren. Danach eher nicht.

Must-have des Monats ist übrigens der Strohhut, nur falls sich jemand gefragt hat.

"Farb"trend ist Schwarz. Kleid 107 ist die "couturige" Tunika 108 von weiter vorne in lang. Nicht schlecht, nur ist dieser Batist zu steif, wenn ihr mich fragt. Aus einem weichen Stoff würde es besser fallen. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich Bluse 104 mag. Die Raglanärmel sind nicht so meins, aber der restliche Schnitt sieht ganz gut aus. Ach, ist ja eh der Kurzgrößenschnitt wie ich gerade sehe. Top 101A sieht in schwarz schon besser aus, eigentlich ganz schön sogar, als ultrakurzes Kleidchen mit Leggings (Ja, ich mag Leggings! Und ich steh dazu!).
Hose 106A gefällt mir auch, der Stoff ist gut gewählt. Könnte noch einen Tick kürzer sein. Aber eine schmale Hose könnte ich sogar noch brauchen, in schwarz.
Wo ist jetzt der große Unterscheid zwischen Kleid 110 und Kleid 109, der eine ganze Nummernabweichung rechtfertigt? 109 hat Taschen. Und? Und nur um es nochmal zu sagen: Ich steh nicht auf kontrastfarbige Steppnähte.

Hab ich nicht früher immer bemotzt, dass Modeberatung mit Klamotten auf dem Boden liegend nicht hilft? Inzwischen haben sie Puppen. Das ist gut. Und die schwarze schmale Hose wird rumkombiniert. Diese schicke Jacke gibts bei *Orsay*? Gibts da nicht nur Plastikhemdchen?

Das Ex"c"lusiv-Design 127 ist von Gesine Wessels aus Berlin. "Beste Schneidertradition". Hat aber trotzdem nur zwei Punkte. Kann nicht so "couturig" sein. ;)

Nächste Runde, "Basics". Da ist die schmale Hose 106B wieder. In Türkis. Da sieht man auch, dass sie total auf Taille sitzt. In Bauchnabelhöhe! Ich dachte diese Unsitte hätten wir hinter uns gelassen! Ach, ich vergaß. Das Achtziger-Jahre-Revival. Na, wenn man einen richtigen Bund dran macht und die Höhe auf ein erträgliches Maß reduziert wärs trotzdem ein ganz schöner Schnitt. Shirt 126 sieht auch interessant aus. Das fällt sicher schön luftig. Luftige Shirts für den Sommer kann man nie genug haben. Und die Armreifen sind irgendwie cool :D

Der Rest entlockt mir jetzt keine wohlwollenden oder bissigen Kommentare. Weiter zu "Fashion-Flash" (ist das neu?). Kaftan 122. Cool irgendwie. So Siebziger. Gerade mit dem Goldmuster. Hat was. Dazu ein Strandhaus im Süden und einen reichen Geliebten mit Yacht und behaarter Brust. *ahem* Vielleicht auch ohne behaarter Brust.
Ähnliches gilt für diese abgefahrenen Shorts 125. Eigentlich ein grauenvoller Schnitt, so voluminös an den Oberschenkeln, von der Länge gar nicht zu sprechen. Aber trotzdem.. irgendwie... Hm. Ach und ein Bikini 124. Das find ich mal prima. Sehr gute Idee, Burda. Sowohl Bikinitops als auch Höschen kann man immer gut brauchen. Ich habe mir gerade heute übrigens ein ganz ähnliches goldenes Bikinitop gekauft. Weils so schön prollig ist und unter lässigen Shirts schön rausglitzern kann. Das kann nur Gold, sorry Silber.

Der "Look der Stars" (würg) ist ein Tunikatop dass man für 1,99 runterladen kann. Für Abo kostenlos, das hätten sie mal dazuschreiben können. Ist trotzdem nicht mein Look. Und steht auch nicht jeder wie man auf den "Star"-Fotos gut sehen kann, hrhr.

"Kreative Köpfe" bringt einen Bericht über eine Seifenherstellerin. Naja, Seifen sind jetzt nichts was mich in Verzückung geraten lässt. Ich benutz eh lieber Flüssigseife. Aber bitte, wers mag. Obowhl Seife mit Kaffeesatz sicher was hat, so als Peelingeffekt.

Plusmode... diesmal wieder an dünnen Modells... schade, schade!

Aber neu und schick sind die "Mode-Ideen". Was man aus einem schlichten Brillenetui machen kann. Nicht das neuste unter der Sonne, aber nicht übel. Daneben der neuste Tratsch aus burdastyle. Ich halte nichts davon Internetinhalte in Printform oder im Fernsehen zu bringen. Aber irgendwie müssen sie wohl Werbung dafür machen.

Kosmetik...blabla...Reise..Krams...Babysachen in Rosa (Aber immerhin mit handgesmokter Passe! Ein Hoch auf traditionelle Handarbeiten!)

Kreativ bringt Dekosachen mit Muscheln und maritimem Zeug. Außer dem Mosaik mit Muscheln und Steinen ist da nichts was mich spontan begeistert. Aber ich habe ja auch keine Muscheln gesammelt. Ich kann mich beherrschen. Schwer, aber es geht. ;)

Ach und das war auch schon, bleibt nur noch die Vorschau. Schon wieder gertenschlanke Plusmodells. Ätz. Dann Umstandsmode.. auch nichts für mich. Na wird schon wer'n. :)

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Mittwoch, 28. Mai 2008 - 20:07 - Burda 6/2008

Ja, ich habe mich etwas rar gemacht, mir ist momentan nicht so nach Plaudern. Ich arbeite an einer Swap-Eule, die ich aber erst zeigen will wenn sie fertig und in ihrer neuen Heimat angekommen ist. Aber Sticken ist etwas, das mir momentan gut tut. Man kann dabei ungestört denken, beschäftigt seine Hände und tut was schönes und sinnvolles.

Das Wohnzimmer übrigens ist fertig, gefällt uns gut und bietet unglaublich viel mehr Platz als vorher. Leider habe ich noch keine schöne Panoramaaufnahme hingekriegt, aber das wird noch.


Jetzt erstmal: Die neue Burda. Ich glaube ich sage das immer, aber es stimmt: Immer ein Grund zur Freude!


Die Bluse auf dem Cover gefällt mir schon mal. Schöner Stoff auch. Braun ist eine unterschätzte Farbe in meinem Kleiderschrank. Ich habe gerade mal zwei braune Shirts, eins davon ist vom FC St.Pauli :D

Erstes Thema ist der maritime Look. Okay. Jacke 101 hat einen schönen schlichten Schnitt den man gut verwandeln kann. Die Kombi von Stoff und Reißverschlusstaschen finde ich etwas gewagt, aber vielleicht ist das Absicht. Bermuda 103 geht nicht, weil ich keine Bermudas mag. Grundsätzlich, ja. Ich versuche es zu vermeiden, Dinge grundsätzlich abzulehnen, aber bisher ist mir bei den Bermudas noch kein Gegenbeispiel über den Weg gelaufen was meine Meinung geändert hätte. Und wenn nichtmal Julia Roberts damit gut aussieht (Pretty Woman, hummerrot) weiß ich auch nicht.
Bluse 107A ist mehr mein Fall. Schöner Stoff, interessante Raffung, tolle Ärmel. Wenn sie jetzt noch gut sitzt ist sie gekauft. Ich fürchte, dass der Stoff seitlich über dem Gummizug ausbeult und absteht.
Rock 106A sieht für mich zu sehr nach Turnbeutel aus, in dem Stoff. Und bei Shirt 109A hat Burda wieder etwas ganz burdatypisches gemacht, nämlich Streifen orthogonal anordnen. Muss das denn sein? Das wäre doch ohne diese grafischen Spielereien viel netter. Lässiges kleines Hemdchen ansonsten. Die Kombi mit dem Tennisrock gefällt mir gut.
Bluse 105A ist unglaublich preppy gestylt, sieht aber ansonsten ziemlich gut aus. Obwohl, die Streifen sind nicht optimal, der Chevronverlauf unten an der Knopfleiste stört mich. Aber die Kombi mit dem roten Rock auf der gegenüberliegenden Seite (nur im Heft) ist toll. Ich hab ziemlich genau so einen Rock und passende Schuhe sogar. Hmmmmmm....

Und dann.... ach Burda. Liebe, liebe Burda! Jacke, Verzeihung - Blouson 111 ist alles was an den Achtzigern schrecklich war. Neongelbes Netzmaterial! Muss ich mehr sagen? Versteht mich nicht falsch, ich mag die Achtziger, das ist mein Kindheitsjahrzehnt. Aber muss man denn alles aufheben und wiederholen? Nichts gegen einen gewissen Retro-Look, aber das hier überschreitet jede Grenze. Das ist nicht Achtziger-Look, das IST Achtziger. At its best. Dazu noch die Slimfit-Hose (am besten mit neongelben Kontrastnähten!), der neongelbe Gürtel, Turnschuhe, blonde Volumenfrisur, Goldkette, fette sportliche Uhr (ausnahmsweise nicht Swatch). Das ist so gut, dass es wehtut. Nein Burda, das mit dem Achtziger-Revival meint ihr zu gut.
Die ganze Strecke ist so. Ich weiß gar nicht was ich noch sagen soll. Orangefarbene Coverlocknähte auf graumeliertem Jersey! Leggings und Schlabbershirt in Schockfarben!

Was allerdings süß ist, auf Seite 26 beim Nylon-Workshop (Gut, gut, gut! Workshops sind gut!) sieht man dass Burda eigene Einnähetiketten verwendet mit einen ganz schlichten weißen Schriftzug auf schwarz. Sehr unterstated. Sehr gut.
(In dem Zusammenhang sei mir die ketzerische Anmerkung gestattet, dass es MEILEN sind zwischen einen eigenen "Einnähetikett" und einem eigenen "Label" ;))

Hachja, als optische Abkühlung gibts pastellfarbige Basics. Aber auch in fliederfarben können sie mir die Jacke, nein, den *Blouson* 112 nicht schönreden. Ich erkenne ihn wieder!
Bluse 107B ist wieder da, sieht immer noch schön aus und beult gar nicht so wie geargwöhnt. In Blümchen allerdings zu kitschig für meinen Geschmack.
Jacke 102 ist Jacke 101 mit anderen Details. Die Biesen an den Ärmeln sind toll, der Bund gefällt mir, aber ohne Bogenkanten und mit Stehkragen wärs noch einen Tick mehr mein Fall. Und das Kleid dazu ist toll (leider kein Nähmodell, Day Birger et Mikkelsen, war ja klar, die Dänen wieder).
Shirt 124 und Rock 121B sind unglaublich unvorteilhaft fotografiert. Aber da ich vorgeblättert habe kann ich sagen, dass der Rock zumindest echt schön geschnitten ist :P

Zum Download gibts das Shiftkleid 137. Nicht übel, sogar in diesem Retro-Print. (Remember: Ich mag die Schnitte der Sechziger, aber nicht die Druckmotive). Von den illustrativ abgebildeten Societydamen erkenne ich mal wieder keinen außer Paris Hilton, aber die hat in diesem Fall auch das beste Kleid an. Auch wenn ich nicht wissen möchte ob sie in diese Tasche jetzt ihren Hund geklemmt hat... ;)

Label des Monats ist "Dancing Chef" die schicke Berufskleidung machen, für Koch- und Servicepersonal. Das ist mal eine super Idee. Berufskleidung ist ja meist ein Feld des Grauens, modisch betrachtet.

Diesmal gefällt mir der "Zierliche" Schnitt - Kleid 120 - echt gut. In "Kaffeebohnenbraun". Das ist doch mal ne Farbe. Ist da eigentlich nur der Oberkörper kürzer oder was macht den Unterschied?
Dann folgt schon Titelbluse 105B, leider (im Heft, online nicht ganz so schlimm) verdeckt von einer monströsen Bermudahose (ich sag doch, wir leben in Feindschaft). Kleid 118 ist auch interessant, obwohl man von der eigentlichen aufwändigen Schnittführung dank wildem Muster kaum noch was sieht. Schade, obwohl das Muster auch okay ist. Die Bluse mit dne Raffungen gibts auch als Kleid 108, aber da springt der Funke nicht so über.
Aber Rock 122 ist Liebe auf den ersten Blick. Besser kann man Leinen kaum in Szene setzen. Toll! Längere Schleifenbänder und ich falle in Ohnmacht. Die Dior-Tasche nehme ich übrigens auch gern dazu :D
Und Rock 121A bei dem ich vorhin schon geschummelt habe ist auch ein echtes Schmuckstück. Schöne Idee mit dem kleinen Bändchen vorne. Da kann man auch toll eine Kontrastfarbe unterbringen. Wo kommen denn plötzlich die ganzen hübschen Ideen her, Burda? Diese Trend-Strecke ist fabelhaft, obwohl ich mit dem Thema (Safari? Ethno?) gar nichts anfangen kann. Aber schnitttechnisch ein Fest!

Und jetzt gehts doch nochmal zurück in die Achtziger. Schockfarben für Shirts. Das einzige was ich spontan ganz schön finde ist Shirt 123, vielleicht nicht in grellorange. Aber prinzipiell ein guter Schnitt. Gute Länge auch. Wenn ich Jersey nähen *könnte*.
Und noch mal eben kurz klugscheißen, bitte: "...mithilfe von Schablonen auf den Stoff gestempelt.." (Seite 54) Nee, entweder Schablonen ODER Stempeln. Know your mushrooms!

Die Offline-Online-Ecke für Burdastyle ist irgendwie ganz internetmäßig geworden. Lauter Informationen bei denen man nicht sicher ist ob sie einen interessieren, aber die man liest weil sie nett aufgemacht sind. Burdastyle ist eigentlich ganz cool. Ich denke, die Schnitte sind noch zu komplex für viele Leute und die Art und Weise wie sie erklärt werden können ist etwas umständlich, aber es ist eine schöne Idee.

Exclusiv (Exklusiv? Wie sagt der Duden?) ist diesmal von Sonja Kiefer, ein nicht uninteressantes Kleid 126 aus wunderbar blauem Satin. Nur, die Pose macht etwa 80% des Looks aus. Kurven! Fishtail!

Dann ist die Plusmode dran und ich muss mal sagen: Wow, das Model ist total hübsch! Die hat so ein schönes Gesicht! Und Danke, liebe Burda, dass ihr keine Größe-34-Gazelle mehr in die großen Größen steckt. DAAAAAANKE! Die Kleider sind übrigens auch alle ziemlich schön. Die 127! Zauberhaft!


Heute mal ausnahmesweise ein Wort zur Reise-Rubrik. HAMBURG! Da fahrt ihr jahrelang in der Weltgeschichte rum, Marokko, Indien, weiß-der-Geier, und dann kommt ihr doch noch nach Hamburg. Ist eben nicht Gruner+Jahr, der Burdaverlag sitzt in Offenburg soweit ich weiß, da ist das vielleicht schon eine Reise in den Norden.
Ich liebe Hamburg-Berichte. Gibt einem kurz das Gefühl man müsste unbedingt mal hin und dann kann man genießen, dass man ja schon da ist. Genauso gehts mir immer wenn ich die vielen Touristen am Hafen sehe. Für die ist es nur ein (hoffentlich schöner) Urlaub, aber ich darf bleiben.
Wenn man jetzt gut hinschaut auf Seite 86/87 erkennt man auch ganz rechts ein grünes Segelschiff mit einer weißen Gallionsfigur. Das ist der junge Herr Rickmer, den ich hier fotografiert habe. Ich find das macht es irgendwie realer wenn man solche Verbindungen aufbauen kann.

Yo, okay! Weiter. Kindersachen. Ganz schön, Farbverlauf, auch schön, unbut, sehr schön. Ballonrock 135, schreck, *Ballon*rock! Trotzdem schön. Dann Kreativ. Ich will den Stoff den sie da um die Stuhllehne genäht haben (Seite 96). Der gefällt mir. Und die Kissen von Seite 98 auch. Dachte kurz das sind die, die ich bei Ikea jedesmal *fast* kaufe, die haben so ein ähnliches Stickmotiv. Und das große Kissen auf dem unteren Foto *muss* Marimekko sein :)
Hmm und Pesto-Rezepte. Das gut! Grünes Pesto liebe ich!


Und das wars auch schon. Ohhhhhhhh :/
Es folgt die Vorschau: Sommersachen, ein schickes schwarzes Kleid, und Kreativ-Sachen mit Muscheln (ich versuche *keine* zu sammeln, bring mich nicht dazu!).


Also das hat Spaß gemacht. Mein Favorit ist der orangefarbene Leinenrock. Und der Rock mit dem Bändchen. Genial einfach.

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Donnerstag, 24. April 2008 - 12:33 - Burda 5/2008

Die neue Burda verspricht "51 Modelle mit Sommer-Feeling" und was würde besser zu einem sonnigen Tag wie heute passen. Daher eine Premiere: Meine Burdakritik vom Balkon. Hoch lebe das WLAN.

Neben Sonne und etwas Wind gibts hier Baumlärm und einen beeindruckenden Kran von links, duftende Baumblüte, Eichhörnchen und Vogelgezwitscher von rechts.

Also, mal sehen ob mich die Sonne milde stimmt ;)

Highlight des Heftes scheint der Bleistiftrock zu sein. Nun, nicht mein Look, aber nichts gegen zu sagen.

"Aktuell" ist die Farbe weiß. Ist in Ordnung, ich habe gerade vorhin überlegt ob ich nicht einen weißen Rock brauche. Top 103 ist meiner Meinung nach ganz tyisch für die jüngsten Burdamodelle. Jersey mit Raffungschichi. Für meinen Geschmack zu Mutti-im-Cluburlaub. Aber hey, wers mag. Rock 108 A ist auch ganz typisch mit diesen Drapierungen. Ist ja in weiß immer ein Problem weil der Stoff meist durchscheint. Kleid 111 A ist zu bäuerlich mit den riesigen Puffärmeln. Ich mag Puffärmel, aber sie müsen ganz dezent und zierlich sein. Ansonsten ist der Schnitt aber ganz schön mit der Empiretaille. Rock 112A ist schon ein bißchen das was ich mir vorgestellt hatte. Aber noch nicht ganz.

Huch und dann folgt schon das Exklusivdesign? War das nicht früher weiter hinten? Na wollen wir mal nicht so konservativ sein. Toni Gard. Soso, aus Düsseldorf. Ganz hübsch, was der junge Mann da entwirft. Und das Kleid 127 ist ja wohl echt süß! Die hohe Taille gefällt mir auch gut. Gute Länge. Sogar das Bändsel um den Hals passt hier (obwohl ich das für mich vielleicht nicht fest annähen würde). Zucker, Herr Gard!

Weiter gehts mit Metalliceffekten im "Trend". Die Jacke 119 A ist interessant, ich habe nämlich schon überlegt mir eine ähnliche zu nähen in schwarz mit Asiasatin-Details (ich kaufe diesen schönen seidigen Jacquard immer weil er sooooo schön ist aber weiß dann meist nicht was das werden soll, und das ist eine Idee die ich mal hatte).
Und da ist das Trachtenärmelkleid 111 B wieder. In Glitzervoile. Hat was, der Stoff. Falls ich mal zu einer großen Gala geladen werde. Die Ärmel fallen diesmal nicht so sehr auf, und man erkennt, dass der restliche Schnitt tatsächlich hübsch ist.
Und Shirt 120 erinnert mich an was. Ich mag diese Kimonotops, nicht aus Jersey, aber prinzipiell. Ich weiß nur nicht ob mir das steht, alles so weit und luftig. Wenn mir der *perfekte* Druckstoff über den Weg läuft wäre das aber einen echten Versuch wert. Allerdings würde ich das unter dem Bund noch etwas verlängern.
Ah Mist! Beim Betrachten des Bildes zu Rock 112 B hatte ich auf den Schnitt zu dieser kleinen Jacke gehofft. Der wär perfekt gewesen. Na gut. Der Rock trägt ein bißchen auf, in Taft, oder erscheint das nur mir so?
Die Jodhpurhose 122 steht leider nur sehr dünnen Frauen. Aber ist ein schöner Look, wenns gut gemacht wird. Ein bißchen Indien darf aber durchaus dabei bleiben, find ich.
Blusenjacke 123 hat was. Guckt mich nicht so an, ich weiß auch nicht. Irgendwie befriedigt das meine schräge Sucht nach Kitsch und Märchen und schaurigen Achtziger-Jacke-Klamotten. Ich steh ja gar nicht auf diese sichtbar gesteppten Gummizüge, aber irgendwie ist das Ding so süß und so scheußlich, ich weiß auch nicht. Vielleicht weil das Modell ein bißchen aussieht wie Madonna. Damals.

Accessoires: Sonnenbrillen. Die kann ich mir eh alle nicht leisten (dass es auch bezahlbare Accessoires gibt die schön aussehen ist bei Burda noch nicht angekommen, scheints). Deshalb nur ganz allgemein: Ich bin froh, dass der Puck-die-Stubenfliege-Riesensonnenbrillentrend noch nicht vorbei ist. Ich liebe lächerlich große Modelle. Instant Rockstarfeeling.

Soo und jetzt auf in die Sommerkleiderabteilung: *splash*
Aber eigentlich gefällt mir nur Modell 115. Da ist das Styling auch irgendwie gelungen. Die Schuhe sind toll.
Der Maßschnitt ist diesmal so etwa das Gegenteil von allem was ich mag. Liegt vielleicht am Stoff, obwohl der woanders möglicherweise ganz gut aussehen würde. Aber diese sterbenslangweilige Schnittform zusammen mit so einem farblosen Druck törnt mich irgendwie völlig ab. Da hilft auch kein Beinzeigen. Und das ist der Lieblingsschnitt unter den Maßmodellen? Naja, vielleicht mit einem anderen Stoff. Sogar die eigentlich gute Handtasche wirkt so uncool wie nur irgendwas. Nein, schnell weiterblättern.

Oh, das kleine Schwarze. Das ist immer gut.
Und da ist das Kimonoärmeltop als Kleid 121. Das gefällt mir!

Und der Look dieses mir unbekannten Models auf der burdafashion.com-Newsseite mit Marlon Brandos Lederjacke: Cooool! Habenwollen! Jacke, Kleid, Kette, Haarfarbe. Cool, cool, cool. Ich würd sogar die Strümpfe nehmen wenns dazugehört :D

Da isser ja, der Bleishiftrock. Wie gesagt, ein Klassiker, aber nicht für meinen Schrank. Zu elegant. Deshalb eine kurze Lästerrunde über die "Promi"-Fotos. Ich krieg das Kotzen wenn ich Victoria Beckham sehe. Argh! Und Cora Schumacher sieht in dem Lederrock nur billig aus. Glänzt auch unvorteilhaft. Und Eva Padberg (kann ich auch nicht ab, hat aber gestern die AIDAbella getauft) sieht aus wie ein Schulmädchen was sich mit Muttis Klamotten schick gemacht hat. Wie unglamourös. Dieses Top ist doch wohl Skiunterwäsche, oder nicht?

Bei den "Basics" hat die Jacke 102 ganz schöne Details, aber da würde ich gerne nochmal genauer sehen wie die sitzt. Die Farbe ist jedenfalls nicht mein Fall. Hummerrot. No way! Bluse 105 B sieht aus wie etwas was ich im Secondhand nicht kaufen würde.
Die Bikerlook-Jacke 119 B ist wieder da, könnte tailliert sein, nicht so Blouson, dann wärs mehr mein Ding.

Ahhh und die Gewinnerin vom Catwork. Große Freude. Die Modelle waren ja vielversprechend. Find ich übrigens super, dass Burda sowas macht und auch etwas ungewöhnliche Modelle von jungen Designern bringt. Diese schräge Kapuzenjacke 126 ist schon okay, die Ärmel gefallen mir besonders. Aber der Rock auf ihrer Entwurfszeichnung (vor allem die Farbe) kommt dazu besser als der auf den Fotos. Immerhin *haben* sie einen von ihr genommen. Ja, schöner Großstadtdschungel-Endzeit-Look. Ach, und, Frau Fischer: Ich mag ihr Makeup und ihre Haare ;)

"Kreative Köpfe" stell eine Frau vor die herrlich kitschige Keramikwaren herstellt und unglaubliche rote Haare hat. Wow.

Plusmode...hmhm...Kosmetik und blasülz.. Kulturnews, das ist immer einen Blick wert. Ich habe die F.C.Gundlach-Ausstellung schon im Terminkalender, aber die wird gar nicht erwähnt. Nagut. Geh ich eben alleine hin :P
Abteilung "Reise" fährt nach Wien, okay, das kann man mal machen.

Und Kindermode, ach wie süß, diese Riesengitarre an diesem kleenen Mädchen :D Aber eigentlich ziemlich cool, die Klamotten. Endlich mal keine Rüschen, Schleifen, Romantikprinzessinenbonbonfarben.

(Huch, der Kran ist jetzt höher als das Haus und lässt gerade einen Betonklotz mit bestimmt anderthalb Metern Seitenlänge herunter. Was in drei Teufels Namen machen die da eigentlich?)

"Kreativ" verspricht mal wieder was für mich zu bieten: Stickerei im Asialook. Was will man mehr? Schöne Stoffe und Motive auf Seite 96. Gefällt, gefällt, gefällt. Das Handtuch mit den verstreuten Motiven auf Seite 99 ist toll, auch wenn man ganz deutlich einen Riesenunterschied zwischen westlichen Vorstellungen von asiatischem Design und tatsächlichen fernöstlichen Entwürfen sieht. Aber kein Vorwurf. Was in japanischen Büchern als amerikanischer "Country Style" vermarktet wird ist auch nicht das was man vermuten würde ;) Die schlichten Motive haben auf jeden Fall eine schöne Wirkung. Man kann auch nur mit Steppstich und zwei Farben so tolle Motive machen, ist doch klasse.
Und schenkt mir jemand diese bezaubernde Kanne von Gschwendner auf Seite 102? Die ist doch großartigst und passt perfekt in mein Wohnzimmer. Schmacht! 162 Euro sind leider nicht drin, auch nicht für so ein Schmuckstück. Hach, Teekannen könnte ich ja ohne Ende besitzen.

Was bietet denn das nächste Heft? Ethnoprints (für die gilt das gleiche was ich letzten Monat für den Safarilook geschrieben habe, einmal im Jahr ist Pflicht), Sportswear (kann nicht schaden, ich hätte gern ein paar schöne Top-, Kapu- oder Hosenschnitte) ein Satinkleid was aufträgt und eine Streifenhose die nur wieder an ganz dünnen Frauen aussieht. Wir dürfen gespannt sein ;)



Add-on: Im Heft war ein Werbezettel für Berninas "My Label". Gute Sache eigentlich, aber mich törnt es soooo ab, dass das Modell auf dem Bildschirm wie eine ganz mies gerenderte Poser-Figur aussieht. (Poser als Programm, nicht als Bleidigung ;)) Da erkennt man doch üüüüberhaupt nicht wie etwas fällt. Aber gut, das ist vielleicht so, wenn man solche Software verwendet.


Und noch ein Tipp: Online hat Burda jetzt eine Modegeschichte-Ecke eingerichtet und zeigt diesen Monat Modelle aus Herbst/Winter 1956/57. Wunderschöne Sachen bei, echt zum Schwärmen.

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Dienstag, 25. März 2008 - 22:45 - Burda 4/2008

Mensch, fast hätte ich die neue Burda vergessen. Irgendwie ist die unten in den Stapel Zeitschriften geraten, statt obenauf. Und dabei ist mir die Burdakritik zu einem liebgewonnenen Ritual geworden, das ich nicht missen möchte. Macht doch mit dem Blog zusammen gleich nochmal so viel Spaß, das Heft durchzusehen. Ich bin trotz allem Genöle und aller Kritik ein großer Burdafan. Ich versuche auch immer die Sachen herauszustellen die ich besonders toll finde, nicht nur die die besonders merkwürdig sind. Obowhl mir das als gebürtiger Berlinerin immer ein wenig schwer fällt (á la "Nich jeschimpft is jenuch jelobt") ;)

Also, on with the fun!


Als erstes mag ich das must-have des Monats. Diese Kette mit den Retro-Raumschiff-Raketen-Anhängern. Cooool! 250€, nagut, das... *nuschel* können wir vielleicht auch aus Fimo...

"Trend" ist schon wieder Safari. Ist Safari eigentlich jedes Jahr ein Mal Trend? Nagut, bringen wir es hinter uns. Ich mag ja prinzipiell so Uniform-Details und khaki, aber ich fürchte, Burda und ich sind nicht der selben Meinung wie Safari sein müsste. Geht schon los, Bluse 114 ist irgendwie ganz...hm... interessant, aber definitiv nicht in diesem Stoff. Und ob die hohe Taillennaht mit den Volants so günstig ist? Der hohe Bund an Rock 108A ist jedenfalls definitiv nicht mein Ding. Das sieht einfach schlecht angezogen aus.
Kleid 101 ist gar nichtso verkehrt. Aber ich mag die Schnürung nicht (ich mag generell keine Schnürungen wenn sie nicht tatsächlich Sinn machen, was fast nie der Fall ist) und Tunnelzug ist schwierig (Gürtel wäre schöner) und ob der Volant mich so begeistert... Aber die Ärmel und der tiefe Ausschnitt an sich sind ganz schöne Kleiddetails.
Ahh, es wird besser. Davon abgesehen, dass das Bild etwas unscharf ist, gefällt mir die Hose 113 gut. Dieses Gürtelband ist lässig und der Cargoschnitt sieht auch nicht verkehrt aus. Blouson 112A sieht vielversprechend aus. Irgendwie stehe ich ja auf so etwas exzentrische Teile. Dieser unerwartete Kragen hat was.
Bluse 109A gibts bestimmt nochtmal in weiß und langweilig. In grün ist sie ganz schön, auch wenn man auf dem Bild nicht viel vom Schnitt erkennt.
Murkelgrößenschnitt - Verzeihung - Mode für Zierliche ist Weste 107 mit spannenden Details. Diese Rüsche ist ein schöner Stilbruch. Mit einem anderen Stoff und in Begleitung einer seriösen Beinbekleidung kann das was werden.
Rock 110 zeigt mir wieder mal, dass der aktuelle "Boule"-Look nicht meine Welt ist. Auch gut zu wissen.
Jacke 105 hat einen abnehmbaren Volant an der Ausschnittblende? Erschließt sich mir nicht, ist aber generell eine Idee. Muss man wohl mal den Schnitt konsultieren für weitere Erhellung. (*lol* und online drehen sie einfach das Bild hochkant)

Damit hätten wir "Safari" wieder für ein Jahr geschafft. *gg*

Diesen Monat gefällt mir übrigens sogar der Maßschnitt mal. Diese Wickelbluse ist ganz schick. Die Ärmel könnten noch einen Tick kürzer und vielleicht das Revers anders. Und dann ein lässiges Leinen oder so.

Bei "fashion-news" gehts um Tücher und was man damit anstellen kann. Hat ja für mich bisher nur am Strand oder auf der Festivalweide geklappt. Vielleicht bin ich einfach zu unglamourös. Dabei ist der Grace-Kelly-Cabrio-Look echt schick. Mit Riesensonnenbrille kann man ja eigentlich auch alles tragen. Aber, Leute, das von Etro, das ist kein Palästinensertuch. Das ist ein buntes Blumenmuster.

So, damit wären wir bei den schwarz-weißen Modellen.
Was lacht mich da spontan an? Kleid 118B ist ja süß. So ein klein wenig Retro und mit dem fetten Plastikzipper eine schöne Mischung aus mädchenhaft und sportlich. Kann ich mir auch gut in Rottönen denken. Oder in Cheerleaderfarben (gelb und blau und dann einen Highschoolschriftzug irgendwo :D)
Blazer 120 sieht nach einem schönen figurbetonten Schnitt aus, das ist was wert. Und das Styling mit Bluse und Hose (hoher Buuuuu-hund!) ist tatsächlich gelungen. Respekt!
Oh, was habe ich vorhin gesagt? Die Bluse 109 gibts in weiß und langweilig? Streichen sie das, ich nehme alles zurück! Bluse 109B hat einen ziemlich stylischen Streifeneffekt und zierliche 3/4-Ärmel. Bezaubernd! Kann man mit männlichen Stilelementen genauso kombinieren wie ganz romantisch historisch.
Und - Hossa! - diese Glanzleggings zu Tunika 121 sind ja... mir fehlen die Worte. Darf man schon wieder so ungestraft seine alten Achtziger-Jahre-Klamotten rauskramen? Ist der Unterschied eigentlich nur, dass jetzt alle leggingstragenden Frauen total dürr sein müssen oder was ist das Geheimnis an der Neuauflage dieser Dinger? Die Kiddies die jetzt den h&m-Achtziger-Look tragen haben die Achtziger nicht wachen Verstandes miterlebt, das erklärt einiges.

"Grosse Marken - Grosse Namen" (ich würde diese Rubrik noch mehr mögen wenn sie das ß verwenden würden) stellt die Firma "emozioni" vor. Nie gehört. Ist mir auch alles viel zu schlicht. Nichts gegen schlichte Formen per se, aber irgendwo muss noch eine Prise Wahnsinn drin sein, sonst langweilt es mich. Der Blouson 123 ist ja ganz interessant, aber irgendwie springt der Funke nicht über.

Es folgt der Farbtrend Mocca plus Kirsch, Pink und Lila. Mocca klingt gut :D Ich lass mich überraschen. Die Streifen machen Kleid 117 doch direkt einen zweiten Blick wert. Wobei ich diese Raffung da nicht mag. Zu madamig.
Ah, aber hab ichs nicht gesagt, Kleid 118B in Rottönen, sieht doch echt lecker aus! Die Blende in der Taille macht eine hübsche Schnittführung und scheint auch einen guten Sitz zu erzeugen. Wird mir immer sympatischer.
Hose 106C hat rasante Paspeln, das gefällt mir. Vor allem dass die vorne um die Taschen laufen. Der Schnitt überzeugt mich jetzt nicht so, aber die Paspeldingsi kann man ja auch woanders unterbringen. Im Mergen von Burdaschnitten bin ich ganz groß ;)
Blouson 112B zeigt mal etwas mehr Details. Nein, hier gefällt mir der Kragen wieder nicht so. Ist ja ulkig, dass Burda zwei ähnliche Blousons mit wilden Krägen in einem Heft hat. Ich wittere eine Verschwörung. :D
Rock 108B wieder mit dem hohen Bund, der diesmal gar nicht so ins Auge fällt. Diesmal stört mich mehr die Länge. Das ist doch unschön. Sehr trampelig.

Awww, und ein Bericht über alfatex. Das ist doch mal cool. Jeder liebt Stoffläden. Mehr Stoffdealerberichte! Yeah!

Männermode. Puh. Soll ich dazu jetzt tatsächlich was sagen? Es gibt so Themen die lassen mich kalt. Männersachen interessieren mich einfach nicht. Ich kann nicht mal sagen ob das guter Stil ist oder gut kombiniert. Ist einfach... gähn. Und trägt er da *ihre* Handtasche zu Hemd 132?

Der Bericht über die Textildesignerin ist schon spannender. Auch wenn das nicht der Kreativität letzte Schlüsse sind, das Handwerk und die Technik ist schon cool.

Und als Accessoirs sind diesmal Handtaschen angesagt. Ich bin ja - das ist jetzt so eine Aussage wo vermutlich diverse Frauen angewidert von mir wegrücken - kein Handtaschenfan. Ich hab welche, ja. Irgendwo muss man sein Zeug ja unterbringen. Ich find auch immer mal wieder eine die mir gut gefällt. Öfter als dass ich eine brauche. Aber dieser ganze Kult um die Dinger bleibt mir verschlossen.

Plusmode... hmhm... ja, ein Model mit geschätzter Größe 42, das ist schonmal ein Anfang. Aber ich steh einfach nicht auf drapierten Jersey um den Busen.

Haaach... und in Paris (where the fuck is Paris?) ist eine Christian Lacroix-Ausstellung. *schmalz* Ich bin ja so ein Groupie wenn es um Modeoriginale bekannter Designer geht. Ich war schon mal in einem (Museums-)Raum mit einem John-Galliano-Original (ich erzähls immer wieder gerne :D)

Kindermode... erstaunlich unbunt. Sind ein paar hübsche Ideen bei. Wenn man denn Kinder *hätte*...

Und in "kreativ" streichen wir die Möbel neu. Gute Idee. Ich hätte da so eine Kommode im Flur...
Sind schöne Sachen bei. Die Wandteller auf Seite 97 gefallen mir. Und der Hängeschrank mit Beinen (Seite 100). Dazu ein Haus in Övelgönne. *ahem*

Uuuund die Vorschau aufs nächste Heft. Die Sommerkleideredition. Kann ja nicht schaden, obwohl ich es kaum schaffe mal etwas jahrezeitgerecht zu nähen. Auf dem Plan steht ein Pullikleid. Sweatshirtstoff. Na, kann ja auch ein verregneter Sommer werden ;)

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Donnerstag, 13. März 2008 - 13:14 - Burda Nr.1

Und wer sagts denn, heute war das Heft schon im Briefkasten. Das ging mal schnell. Gestern ersteigert, heute schon in den Händen.



Also, wollen wir mal gemeinsam einen Blick rein werfen?

1,40DM hat das damals gekostet, war für 1950 sicher ganz schön viel Geld. Da war der Krieg erst 5 Jahre vorbei, die beiden deutschen Staaten erst ein Jahr alt. In Westdeutschland wurden gerade erst die Lebensmittelmarken abgeschafft. Das Berliner Schloss (schnüff) wurde gesprengt. Die ARD wurde gegründet. Die deutsche Fussballnationalmannschaft spielte das erste Nachkriegsländerspiel (1:0 gegen die Schweiz).

Ja, und Burda bringt ihre erste Modezeitschrift raus:



Spontan habe ich mich in einen Mantel (ja, wer hätte das gedacht ;)) verliebt. Dieser hier, mit abnehmbaren Pelzcape.



Und dieses Kleid mit Bolerojäckchen. Hach.



Überhaupt, das war die Zeit in der es noch "Nachmittagskleider" gab. Wie bei "Vom Winde verweht" wo Scarlett O'Hara für jede Eventualität das richtige Kleid brauchte (diese Szene ist mir gut in Erinnerung geblieben, vom restlichen Buch habe ich das meiste vergessen). Und die Wintermode läuft unter dem Titel "vorbildliche Straßenkleidung".

Aber es gibt auch zwei Seiten Karneval. Politisch nicht immer ganz korrekt, das wunderschöne folkloristische Winterprinzessinnen-Ensemble oben links hat den Titel "Polenblut".
Besonders entzückend finde ich aber, dass das zweite Modell von rechts, die "Herzdame" auf dem Schnittbogen schon mal ausgeradelt wurde. Hach, da schlägt meine Fantasie ja Blasen...



Und hier musste ich auch schmunzeln. Die Maßtabelle für "Backfisch- und Frauengrößen". Die Maße sind natürlich ganz anders als heute, aber, anders als in den Tabellen aus den Sechzigern, passe ich tatsächlich halbwegs in *eine* Größe. Erstaunlich auch, dass sich das von 38 bis 56 spannt. Wäre heute ja undenkbar.



Ich überlege jetzt gerade ernsthaft ob ich das Heft rahme. Ich habe zwar keinen passenden Rahmen da, aber ich denke hinter Glas wäre es besser aufgehoben als zwischen meinen sonstigen Zeitschriften.

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- 00:08 - Es ist amtlich

Ihr dürft mich ab heute offiziell einen Burda-Nerd nennen. Ich habe eine Originalausgabe vom allerersten Burdaheft ersteigert (von 1950). :D

Ich meine, nicht nur dass das Heft über 50 Jahre alt ist, es markiert auch den Start einer großartigen Erfolgsstory. Ich finde es echt faszinierend wie Burda es geschafft hat, sich am Leben zu erhalten, obwohl sich die Umstände in der Zwischenzeit mehr als deutlich verändert haben.

Interessanterweise ist burdamode.com erst 2001 online gegangen und damit genauso lange dabei wie N&S (von 5 Million Hits im Monat können wir allerdings nur träumen). Aber das ist reichlich spät für so einen großen Verlag, oder?

Mehr davon, wenn ich das Heft in Händen halte. Und das kann schon bald sein, weil es heute bereits verschickt wurde.

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Ich habe gerade nach langem mal wieder einen ebay-Einkaufsflash erlitten. *g* Stickgarn und drei weitere alte Burdahefte (diesmal aus den 60ern, die ich für meine persönliche Garderobe vielleicht noch ein kleines wenig lieber habe als die 50er). Und ein altes (1982) Stickerei-Buch. Ich hab auch ein ähnlich antiquiertes Buch über Stricken und Häkeln und die Modelle darin strahlen so viel Kindheit und Nostalgie aus, nicht weil ich sowas gehabt hätte, aber die späten Siebziger/frühen Achtziger machen mich immer weichherzig. Insofern dürfen Handarbeitsbücher für mich gerne aus einer anderen Zeit stammen. Fürs Herz :)


Passend dazu kann ich über mein aktuelles Nähabenteuer berichten. To boldly go... und so weiter ;)
Ich hatte ja erwähnt, dass ich eine sogenannte "kleine Couturejacke" für das Frühjahr brauche (ja, "brauche" ;)). Also ein halbdreiviertellangärmliges zierliches Jäckchen mit anspruchsvollerem Schnitt. Gerne etwas an-ge-retro-t.

Und als ich dann nochmal meine Burda 5/63 durchschaue fällt mir ein ähnliches Modell auf. Und der Schnitt hat mich gleich für sich eingenommen. Seit ich in der fantastischen Uli Richter Ausstellung war, stehe ich ja auf unerwartete Schnittführung und dramatische Abnäher. Und eine Jacke bei der es nur 4 Schnittteile gibt zu denen Kragen, Seite, Keil und ein wildes kombiniertes Vorder-Rücken-Teil mit angeschnittenen Ärmeln zählen muss ich einfach lieben. :D
Es ist im übrigen eins der "Schlagermodelle für Mai" *hihi*

Also habe ich das mal in Angriff genommen. So ins Blaue. Das kann jetzt total gut werden oder total scheitern. Mein erster "vintage" Schnitt.



Problem bei der Jacke ist: Sie ist in Größe 44 (damals gabs noch nicht die Mehrgrößenschnitte) und damit zu groß (selbst wenn man die erstaunliche Maßtabelle der 60er Jahre zugrunde legt in der Größe 44 sage und schreibe 98-78-108 ist. Zum Vergleich, heute ist 44 bei Burda 100-82-106!) 98 cm Brustumfang kriege ich auch mit gutem Willen nicht zusammen. Also werde ich ein Probestück nähen und das dann hoffentlich sinnvoll verkleinern können.

Bis jetzt habe ich mich erstmal nur durch das Gewirr der damaligen Schnittbögen gekämpft und den Schnitt übertragen. (Burda: "Der Farbschnittbogen ist durch die Zweifarbigkeit klar und übersichtlich")


(Die Anleitung habe ich kopiert um nicht das prähistorische Heft die ganze Zeit zu zerknüllen, ich liebe diese Funktion an meinem Drucker :D)

Es gibt ein paar Dinge die unkomfortabel sind wenn man an moderne Burdas gewöhnt ist, aber bisher nichts weltbewegendes. Die Arbeitsanleitungen sind eher... öhm... knapp gehalten. Das ist nichts für Leute die schon mit den ausführlichen Burdatexten nicht klarkommen. Aber damit hatte ich noch nie Probleme, also bin ich frohen Mutes. Und improvisieren kann ich auch.

Was absolut ober-niedlich ist, sind die kleinen Modellzeichnungen in der Arbeitsanleitung:



Wie sie die Jacke auf einem kleinen Bügel hält... waaaah! *schmelz*


Ich bin also sehr gespannt wie ich klarkomme. Ich werde euch auf dem Laufenden halten und über die Hindernisse und Eigenarten eines über 40 Jahre alten Schnitts informieren :)


* Es gibt tatsächlich Sternzeit-Umrechnungprogramme. Aber wer hätte etwas anderes erwartet? ;)

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Mittwoch, 20. Februar 2008 - 17:27 - Burda 3/2008

Die neue Burda. Wohoo! Zeit für einen Cappuccino und ein Päuschen. :D

Mhmm... und dann auch noch Hochzeitskleider. Das verspricht einiges!

Must-Have des Monats ist endlich mal was schickes. Oder blendet mich nur der Name "Dior"? ;)

Erstes Modethema: Blau. Blau ist ja die am häufigsten genannte Lieblingsfarbe in Deutschland. Ich mag Blau, auch bei Kleidung. Aber eher Hellblau, verwaschenes Graublau, Jeansblau. Dieses Königsblau hier bei Burda -woanders würde man vielleicht "electric blue" sagen- ist irgendwie grell. Wenn Blau grell sein kann. Aber im Endeffekt kommt es auf die Schnitte an, nicht wahr?
Rock 114B erzeugt durch den doch recht hohen Bund und das doch recht niedrige Oberteil doch recht verzerrte Proportionen. Ungünstig. Tunika 111B ist etwas was ich tragen würde wenn ich Südseeurlaub machen würde. Diese extra aufgefädelten Ärmel sind mal was anderes. Das gefällt mir. Insgesamt aber ziemlich Siebziger-Jet-Set.
Rock 122B - Schnecken! Die Bluse interessiert mich!
Parka 101B und Bluse 117B sind auch so siebziger. Was plant Burda?


Ah und beim nächsten Thema begrüßt uns die Tunika wieder, diesmal mit Blumenmuster. Auch irgendwie süß, aber zu romantisch für meine Welt (Haaachja, das harte Leben ;)) Top 110 ist auch so romantisch, aber das ist wohl das Thema, haha. Darf ich noch anmerken, dass dieses Sofa irrsinnig gemütlich aussieht?
Kleid 112A ist schön, aber ich steh eigentlich gar nicht auf Wasserfallausschnitte. Dafür gefällt mir Kleid 115. Vielleicht nicht in diesem Blümchenoverkill, aber mit einem dezente Retromuster wäre das was. Schöner Ausschnitt, süße Puffärmelchen, sympathische Länge. Könnte einen sportlich-robusten Look im Stoff gut vertragen.
Und da, Bluse 117A, schon wieder die Siebziger. Da ist doch was im Busch.

Der Maßschnitt ist ein Kleid aus Crash-Batist. Ich steh ja mal gar nicht auf Crashstoffe. Das ist wirkt einfach ungebügelt in meinen Augen. Aber das nur nebenbei.

Als Accessoires schlägt uns Burda Schuhe vor. Riemchensommersandalen. Das klingt nach Druckstellen. Ist es nicht unglaublich schwer schöne sexy Sommersandalen zu finden die gleichzeitig bequem sind? Ich habe dafür 28 Jahre meines Lebens gebraucht. Diese Riemchentreter sind meist wirklich schick, aber scheuern schon bei genauerer Betrachtung. Modell 8 auf Seite 27 zum Beispiel. Transparente Plastikriemen! Schick, sogar nahtlos, aber das klebt doch und die Kanten schneiden in die Haut und ... nein. Oder diese zierlichen Riemchen bei Modell 9. Ich weiß was meine Zehen dazu sagen: Auuuuuu!
Und mal ehrlich, flache Sandalen sind schwierig bis unmöglich. Flipflops sind das eine, aber ernsthafte Sommersandalen ohne Absatz wirken so schnell plump. Gerade diese Römersandalen mit x Bändern um den Knöchel... geht gar nicht. Verkürzt meiner Meinung nach die Beine nur unnötig.
Oh und diese 15cm-Highheels mit nur einem mickrigen aber dafür strassbesetzen Riemchen der das ganze Gewicht halten soll wenn der Fuß zwangsweise nach vorne rutscht... ich glaub da brauch ich gar nicht anzufangen.

Meine vorläufige Lösung des Sandalen-Dilemmas übrigens sind Wedgeheels mit breiten gekreuzten Bändern vorn die genug Halt geben und einem erstaunlich weich gepolsterten Fußbett.

Aber ich schweife ab. (Musste doch mal gesagt werden! ;))

Zurück zur Burda. Silber ist die nächste Abteilung. Kleid 102A ist eigentlich schön, nur ich glaube der Rock könnte weiter sein. Und die Träger dünner. Aber diese gesteppte Passe gefällt mir.
Jacke 103 kann auch was. Interessante "große" Version der aktuell angesagten "kleinen Couturejacke" (ich brauch auch eine fürs Frühjahr, un-be-dingt!). Und -Hossa!- Parka 101A in silbermetallic ist ja direkt Jane Fonda! Sowas würde doch perfekt in den Barbarella-Film passen. Wenn das Modell jetzt noch ein paar Kurven hätte würde ich ihre Beine ja richtig scharf finden. Aber das ist zu dünn. Ich mein.. Oberschenkel! Hallo?
Jacke 104 ist wieder so ein Fall wie neulich diese zartgrüne Versuchung. Hat definitiv Potential. Asiatisch streng und trotzdem nicht schmucklos. Sogar diese astronomischen Knöpfe passen dazu.
Shirt 107 sieht nach einem super Rumschlunzmodell aus. Das gefällt mir. Nur wüsste ich spontan eigentlich keinen Stoff dazu.
Top 109 gefällt mir in dieser weniger romantischen Version mit Ärmeln schon besser. Nur der geraffte Bauch ist nicht meins. Aber der Teil oberhalb des Gürtels - Zucker!

Es folgt ein Bericht über Posamenten-Müller mit Fotos die die gierige Elster in mir wecken. Haben! Alles! Das sind ja prächtige Stücke. *staun*

Oh und jetzt! Taschentücher gezückt, es darf hemmungslos mädchenhaft kitschig werden: Hochzeitskleider! Awwwww! *schmelz*
Lasst mich vorab noch schnell sagen: Meine Vorstellung einer perfekten Brautrobe ist ja Grace Kellys Spitzenkleid. Wenn man so schön und zierlich wie Grace Kelly ist, wohlgemerkt.
(In der Burda sind noch die Originalkleider abgebildet, das als Info für alle die das Heft nicht haben. Ich bezieh mich hier auf diese Bilder.)
Ebenfalls traumhaft: Ein Kleid wie Jackie Kennedy (119)! *seufz* Das Originalkleid hat über 40 Meter Stoff gebraucht, und ich möchte sagen: Man sieht den Unterschied. Aber da nicht jeder Jackie Kennedy ist, ist es wohl okay, wenn Burda nur 5 Meter veranschlagt.
Weiter gehts mit einem Kleid im Stil von Wallis Simpson (116). Ihrs ist viel edler und damenhafter, aber das war ja auch 1937. Burdas moderne Variante gefällt mir trotz Flatterärmeln erstaunlich gut (ist ja auch der gleiche Grundschnitt wie das schöne Blümchenkleid vorhin).
Dann folgt Rock und Blazer a la Bianca Jagger (121/122). Nicht mein Look, ich will was opulentes.
Und Frauke Ludovig? Ach komm. Wo gehts denn jetzt hin?
Gräfin zu Schaumburg-Lippe hat ja ein ganz ähnliches Kleid wie Grace Kelly, aber was macht Burda (123)? Die zauberhaften Spitzenärmel weg und den Rock *noch* schmaler. Neiiiiin!
Dann folgt noch Mia Farrow (102/120). Süß! Sogar ziemlich orginalgetrau. Schlicht und geradlinig aber trotzdem süß. Reife Leistung. Ich liebe die Sechziger dafür.

Und nun. Treten sie zur Seite, mesdames et messieurs. Grace Kelly! *schmacht* Ist es nicht ein Traum? Diese entzückende Knopfleiste. Und diese zierlichen Spitzenärmel. (Und dieser stattliche Fürst an ihrer Seite ;)) Tut mir leid, Burda, aber da gibts nur das Original. Ich denke ihr versteht das.

*blinzel* Hachja. Willkommen zurück aus der Traumwelt. *räusper*

Kurz können wir noch in schöner Unterwäsche schwelgen. Oh da sind schon ganz schöne Sachen bei. Mintgrün unten links zum Beispiel. Oh und dieses entzückende Set von Palmers auf Seite 57 oben rechts! *quiek* Sogar bezahlbar. Wo gehts zum Onlineshop? ;)

DesignerIn des Monats ist Barbara Schwarzer. Große Roben sind immer interessant :D Bemerkenswert finde ich die Papierminiaturen. Dass das offenbar tatsächlich funktioniert ist beeindruckend. Ist ja nicht so, als hätte ich nicht schon Schnitte in winzig zusammengeklebt... ;) Allerdings mit weniger überzeugendem Ergebnis.
Frau Schwarzers Entwurf 124 ist sehr ... offenherzig. Das sieht aus als hätte mans nötig. Interessantes Detail: Die Naht auf dem Rock die Burda so ins Rampenlicht gestellt hat rührt daher, dass der Rock als ein Viertelkreis geschnitten wird und deshalb irgendwo gestückelt werden muss. Wirkt auf mich jetzt etwas unprofessionell.

Plusmode... huch, sehe ich da Modells mit Größe 38 oder 40? Unglaublich!
Hose 126A gefällt mir. Und die Detailverarbeitung an dem passenden Blazer 129 auch.


Kosmetik und diesen ganzen Schmu überblätter ich eh. Wellness mit den Kräften der vier Elemente? Gehts noch?

Kindermode...naja. Die Jacke der Designerin gefällt mir. Und Elvis. *gg*

Mal sehen ob der Kreativ-Teil diesmal seinen Namen verdient. Alles rosa. Puh, das macht mir die Annäherung nicht leichter. Diese Anhänger aus Musterstoffen gefallen mir, muss ja nicht zu Ostern sein (irgendwelche Fans von Osterdeko anwesend? Mir reicht ein Feiertag im Jahr an dem man die Bude vollkramt). Und die hasenförmig gefalteten Servietten sind auch eine niedliche Sache. Falls meine Eltern zu Ostern zum Essen einladen wäre das direkt mal eine Idee.


Und im nächsten Heft? Oh, schickes schwarz-weiß-Kleid. Aber schon wieder Safari? Ich kanns langsam nicht mehr sehen. Das ist weder in noch nötig.

Aber, trotzdem bleibt zu sagen: Mit dem Hochzeitskleiderteil hat Burda mir diesmal eine Riesenfreude gemacht. Das war toll. Da sehe ich auch über Frauke Ludovig hinweg.

(Ich werde ja nicht in den Genuss kommen kirchlich zu heiraten weil der Mann der Wahl da nicht mitmacht. Daher wird mir die ganz große Robe versagt bleiben. Insofern habe ich gar keine konkrete Vorstellung wie mein Hochzeitskleid zu sein hat. Aber immer wieder schön andere Kleider zu sehen.)

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Donnerstag, 24. Januar 2008 - 00:21 - Burdaheft 2/08

Die neue Burda, immer ein Grund zur Freude. Dann wollen wir doch mal sehen.

Knallfarben. Die Achtziger lassen grüßen. Ich hab ja nicht grundsätzlich was gegen Farben, aber so quer durch den Tuschkasten ist nicht mein Ding.
Und mit Hose 110A sind wir schon mitten drin in der Diskussion. Geht das? Kann man das tragen? Ich finds toll, dass Burda diesen Schnitt mit der hohen Taille schon im Heft hat, da hat man direkt die Chance das rechtzeitig fertig zu haben um nicht schon wieder out zu sein. Aber ob ich den Schnitt mag, habe ich noch nicht raus. Grundsätzlich mag ich ausgefallene Schnitte, auch mutige Sachen wie das. Aber irgendwas fehlt. Irgendwie fehlt das Quentchen Coolness, der kleine Funken Style der ein Stück zu *Fashion* macht. Liegt vielleicht am Styling im Heft. Ich möchte die hohe Taille nicht grundsätzlich verdammen, aber ich denke die muss noch anspruchsvoller gemacht werden um mich zu überzeugen.
Was gar nicht geht sind die Grafikfehler in der Strecke. Immer wieder Versätze drin, die Schrift ist nicht sehr professionell reinmontiert (ist auf den Online-Fotos nicht drin), also das macht keinen guten Eindruck.

Als Kontrastprogramm folgt darauf Romantik in Pastellfarben. Das ist auch nicht mein Trend, hat aber teilweise schöne Ideen. Weste 116A gefällt mir gut. Könnte auch einen Stilbruch im Stoff vertragen. Karo? Karo geht ja fast immer.
Parka 120 ist eine Überraschung. Ich kann wirklich nichts mit Metallicorganza (komisches Wort... Corganza?) anfangen, überhaupt, Organza. Wir stehen uns nicht sehr nahe, ums mal diplomatisch auszudrücken. Aber der Parka hat ein unleugbares Etwas. Erstaunlich. Man nehme ein schwieriges Material und einen langweiligen Schnitt und raus kommt sowas erstaunliches. Respekt.
Oh, und Jacke 109! Zauberhaft! So zart und nostalgisch und trotzdem streng und direkt asiatisch in seiner reduzierten Optik. Schöne Farb- und Stoffkombi. Ein ganz vielseitiger Schnitt, da kann man im Zweifel auch eine Lipservice-artige Jacke mit Asiasatin und Lackdetails draus machen. Oder groben Canvas in Arbeitsjackenfarben und Satindekor.
Rock 118A soll aber nicht so kurz unter dem Busen sitzen, oder? Sagt mir, dass ihr das nicht ernst meint.
Trench 117 gefällt mir auch gut (in sandfarben für den Casablanca-Look oder in einer mutigen Farbe für mehr Sicherheit im Straßenverkehr und mehr Style in der U-Bahn) ist aber eine "zierliche" Größe. "Zierlich" bedeutet bei Burda ja bloß "klein" und nicht "zierlich". Aber ist ja nicht so, dass man das nicht umarbeiten könnte wenn man es drauf anlegt und größer als 1,70 ist. Diese gesteppte Partie am Saum und die Taillierung mit Smok finde ich nämlich wirklich tolle Ideen. Und ein Trench fehlt in meinem Schrank noch.

Nächste Modestrecke, viel Streifenstoff, weiß nicht ob ich den nicht schon über habe.
Kleid 113 hat einen tolle Stoff, aber überzeugt mich nicht im Schnitt. Trotzdem. Toller Stoff.
Hose 110B macht noch einen Versuch mit hoher Taille, auch wieder nicht ganz das was ich mir vorstelle. Aber Weste 116B gefällt wieder. Schöner Streifenlook, nicht zu aufdringlich und mit liebevollen Details. Hübsche und gelungene Mischung.

Und dann folgt Retro. Retro ist prinzipiell schön, da weiß man was einen erwartet. Retroprints sind jetzt nicht so ganz mein Ding. Ich mag die Sechziger, aber ich mag nicht diese typischen wilden Muster, Tapeten und Pucciprints. Ist das nicht sowieso eher siebziger? Ist auf jeden Fall stimmig in Szene gesetzt mit einer Aura von Jetset und viel Lidschatten. Kleid 103B gefällt mir in Print viel besser als uni.

Noch erwähnenswert ist die Catwork-Reportage. Oder eher, die Bilder dazu. Super Ideen, toll gestylt, tatsächlich interessant und nicht dieser übliche Modestudenten-Chichi.

Das Exklusivdesign ist ein "Boulekleid" bei dem sich mir als erstes die Frage stellt: Was passiert wenn man damit aufrecht steht und nicht so als würde man am Damenklo auf die nächste freie Kabine warten? Posen in allen Ehren, aber manchmal ist es einfach offensichtlich. (Ach, online gibts noch ein "richtiges" Foto, so so. Na das sieht doch schon besser aus.) Der Schnitt ist schön, raffiniert ausgedacht, aber die Silhouette ist nicht mein Ding. Würde es so fallen wie auf der Zeichnung des Designers, super! Lässig um die Hüfte und in der Taille locker und nicht auftragend. Aber dieses Ballonartige um die Körpermitte hat sich mir noch nicht erschlossen. Im Sinne von Experimenten mit Linienführung, Kunst, klar. Aber zum anziehen? Ich mag meine Taille!

Und dann die Kreativabteilung. Das fällt in meinen Augen so derartig in die Kategorie "unterbeschäftigte Ehefrau". Ich mein, wems gefällt, bitte. Ich fühl mich veralbert. Die Ideen von Frau Milberg (würde sie in der Burda sein wenn sie nicht die Frau von Axel Milberg wäre?) sind ja nichtmal irgendwie stilsicher. Das einzige was tatsächlich einen gewissen Grad Coolness hat sind die Plastikflaschen-Tierschädel. Das ist was. Aber ein Kleid aus Nudeln? Hatten wir sowas nicht irgendwann in der Vorschule?
Naja, Geschmäcker sind verschieden. Ist ja auch gut so.

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Sonntag, 2. Dezember 2007 - 21:37 - Reise in die Vergangenheit

Die Uli Richter Ausstellung in Berlin war ganz wunderbar! Ich hätte so viele Modelle am liebsten gleich mit nach Hause genommen. Oder wenigstens mal anfassen wollen, den edlen Stoff befühlen und die geniale Konstruktion nachvollziehen. Ein kanariengelber trapezförmiger Abendmantel aus Wildseide mit sagenhaften Abnähern... ein zierliches Kleidchen aus schwarzer Chantilly Spitze mit so aufwändiger Verarbeitung dass man ehrfürchtig den Atem anhalten möchte... hach. Es macht ja so einen Unterschied ob man die Modelle auf Fotos sieht oder tatsächlich vor sich hat. Also: Sehr empfehlenswert und noch bis 6. Januar in Kulturforum am Potsdamer Platz.



Ähnlich faszinierend sind meine "antiken" Nähhefte die ich inzwischen bekommen habe. Mal vom Frauenbild der fünfziger Jahre abgesehen, das sich in den Texten und Werbeanzeigen immer wieder auf haarsträubendste zeigt, die Mode ist einfach toll! Faszinierend, wie viel Mühe man sich damals gegeben hat, Kleider nach der Musterung des Stoffes zuzuschneiden. Ich werde mir die Konstruktionen und Verarbeitungshinweise noch mal intensiver zu Gemüte führen und hoffen, dass ich noch was dazulerne.

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Mittwoch, 21. November 2007 - 16:12 - Ein Hochgenuss!

Heute war das Dezemberheft der Burda im Briefkasten. Und zum Abo dazu gibts das 1stRow-Magazion. Das find ich klasse! Ich denke ich bin die nächsten 3 Stunden nicht ansprechbar und werde es mir ausführlich mit heißen Kakao gemütlich machen. *g*

Mit meinen Lieblingsmodellen oder andere Kuriositäten komme ich dann später nochmal zurück und erstatte Bericht.


Update: Kleine persönliche Zusammenfassung
Die Glamour-Strecke ist ja so richtig zum Träumen. Die Materialien, die Opulenz, schon die Location und die schönen Fotos. Mein Highlight (vielleicht das Highlight des ganzen Heftes) sind die Ärmel an Modell 104. So raffiniert und trotzdem dezent, verspielt, stilsicher, setzen das ganze Kleid in ein neues Licht. Großartig!

Im City-Bereich gehört die Jacke 115 B zu meinen Favoriten, obwohl sie mehr vom Stoff als vom Schnitt lebt. Bluse 117 B gefällt mir auch sehr, das sind vor allem die Ärmel. Der kragenlosen Ausschnitt ist nicht so mein Geschmack, ich würde das anders zusammensetzen. Kann ich mir trotzdem sehr gut zB in schokobraun vorstellen, mit sand- oder fuchsiafarbenen Details.

Obwohl ich ein großer Fan von Rot bin, ist in der Rot-Strecke leider gar nichts nach meinem Gusto dabei.

Aber dafür mag ich das Karo-Ensemble aus der 1stRow-Kollektion sehr. Extravagant aber nicht zu schrill. Mit den richtigen Karostoffen kriegen die mich bei Burda ja fast immer.

Richtig schön zum Jahresende sind auch die Kindersachen. Zwar total Prinzessin, aber als kleines Mädchen darf man das auch. Diese Fellweste hat eine tolle Stoffkombi, die würde ich auch tragen.


Das 1stRow-Heft erinnert auf den ersten Blick ziemlich an Vogue und Cons. aber beim genaueren Durchlesen meine ich etwas entdeckt zu haben, das mir bei den anderen Hochglanzheftchen fehlt: Begeisterung. Da kommt so eine Liebe zu Design und Mode (und nicht zuletzt zum Selberschneidern) rüber, das finde ich ganz wunderbar. Dass mit der Kollektion die Vergangenheit des Hauses Burda nochmal hochgehalten wird ist gut und richtig. Da darf man ruhig immer mal wieder drauf hinweisen. Und zeigen, dass Selbernähen überhaupt nicht aus der Mode gekommen sein muss.
Und dieses bunte Sammelsurium an Laufsteg, Modefotos, Nachnäh-Modellen, Hintergrund-Infos, Historie und was nicht noch allem. Schön. An das Layout wird man sich gewöhnen. Das einzige was meiner Meinung nach etwas fehlt ist ein eigener (optischer) Stil. Aber gut, es ist das erste Heft, das braucht ja auch Zeit.
Ich hätte mir das Magazin sicher nicht gekauft, insofern bin ich positiv überrascht. Da steckt mehr Seele drin als ich gedacht hätte.

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