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Samstag, 12. Juli 2008 - 21:10 - Weniger ist schwer Wobei weniger in diesem Fall auch "gar nichts" sein kann, denn so ganz ohne Blog ist das schon blöd. Ich beziehe mich im Titel zwar auf den Rock (s.u.) aber den N&S-Serverkomplettausfall wollte ich immerhin mal kurz erwähnt haben. Dass das Forum mal ein paar Tage nicht erreichbar ist, macht viele Leute schon mehr oder weniger kirre, das weiß ich. Ich werde erst nervös wenn die Page länger offline ist. In meiner Welt steht die Page immer ganz vorne am N&S-Projekt, sie ist das Herzstück von dem alle anderen Dinge, darunter das Forum, abzweigen. Insofern kann ich ohne Forum besser leben also ohne Page. Aber ganz ohne jedwede Webinhalte, ohne überhaupt irgendeine Daseinsforum im Internet ist es tatsächlich etwas unheimlich. Ich stelle erstmal fest, dass tatsächlich 8 von 14 Schnellstartlinks in meinem Browserheader ohne N&S sinnlos sind. Und, Mann! Was hätte ich bloggen können! Ihr wisst ja nicht was ich zu erzählen habe! Nein, eigentlich sind es keine Weltneuheiten, aber es wären immerhin zwei Einträge gewesen. Das gibts jetzt alles heute, bereitet euch auf einen fetten Post vor. Der Server wurde übrigens nicht "gehackt". Wir hatten ein Problem mit Spamangriffen und wurden deswegen abgeschaltet. Jetzt ist der Server neuinstalliert und wir arbeiten im Moment daran, alles neu einzurichten, aufzuspielen und die Sicherheitslücke zu finden. Bevor das nicht geschehen ist werden verschiedene Teile des Projekts nicht wieder oder nicht voll funktionsfähig online gehen. Ich weiß, dass das auch eure Nerven unter Umständen strapaziert, und ihr könnt euch sicher sein, dass es uns nicht besser geht. Wir bitten um etwas Geduld. Jetzt aber zurück zum eigentlich Thema dieses Posts: Ich habe den Schnitt für den berühmten "Rock ohne Eigenschaften" gemacht. Wir erinnern uns: Ich "brauche" einen ganz schlichten, ganz schwarzen Rock der quasi zu allem passt aber trotzdem nicht langweilig ist. Das hat mich umgetrieben. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer sein kann, etwas schlichtes zu entwerfen. Hat auch wieder mal nicht ganz geklappt. Ich sage nur, er besteht aus insgesamt 9 verschiedenen Schnittteilen und da ist das Futter noch nicht eingerechnet. Und vielleicht mache ich sogar... *flüster* Paspeln. :D Ich habe übrigens den Musil nicht gelesen. Noch nicht. ![]() Der Schnitt (in der Zeichnung oben links) basiert auf der gleichen Grundlage wie der Twiggy-Rock der momentan einer meiner Lieblingsröcke ist. Als Stoff verwende ich den Rest der 1963-Jacke also einen weichen schwarzen Köper. Da die Falten hier gut platziert sein müssen habe ich sie richtig konstruiert. Das ist zwar eine Deppenarbeit ("Zwei Schritte vor und einer zurück"), aber machbar. Dabei wird aus wenig (Schnittteil) viel (Zeichnung) was man dann wieder zu wenig zusammenfalten kann (unteres Bild). ![]() ![]() Dann ahbe ich mich doch für Paspeln entschieden. Die geben einfach ein schönes und sauberes Gesamtbild und einen kleinen Schliff. Selbst wenn (oder auch gerade weil) sie nur schwarz-auf-schwarz sind. Wie ich die Paspeln mache und aufnähe habe ich mal dokumentiert, wo wir gerade dabei sind. Man braucht: Schrägband und eine Schnur in der gewünschten Dicke. Von beidem schneide ich die gewünschte Länge schon mal ab. Man kann natürlich auch erstmal Paspelband am laufenden Meter herstellen. ![]() Das Schrägband falte ich auseinander und lege die Schnur in die Mitte, so dass sie vom Band umschlossen wird. Das fixiere ich mit Stecknadeln. ![]() Dann steppe ich direkt neben der Schnur entlang, dazu eignet sich der Reißverschlussfuß. ![]() Das sieht dann so aus: ![]() Das Band stecke ich auf den Stoff auf, dabei läuft die Naht die ich gerade gemacht habe genau entlang der aufgezeichneten Nahtlinie (die Markierung ist natürlich auf der Rückseite des Stoffes). So weiß ich dass die Paspel genau platziert ist und kann mich später bei Zusammennähen daran orientieren. ![]() Dann nähe ich die Paspel ein Stück *daneben* fest (also auf der Nahtzugabe). Das kann man auch von Hand heften, ich machs mit der Maschine weils schneller geht. Bei komplizierten Rundungen und ähnlichem empfiehlt sich Heften allerdings. ![]() Jetzt können die beiden Stoffteile wie üblich zusammengenäht werden. Allerdings verwende ich dabei wieder den Reißverschlussfuß und nähe direkt neben der Schnur (im Idealfall trifft man dabei genau die Naht mit der man die Schnur in die Paspel genäht hat). ![]() Wenn es fertig ist, kann die Paspel auf eine der beiden Stoffseiten "geklappt" werden. Ich fixiere die Bandenden noch an beiden Enden indem ich ein paar mal hin und her drüber nähe (auf der Nahtzugabe). So kann die Schnur nicht versehentlich rausrutschen. ![]() Das wars. Schnurpaspeln sind deswegen einfacher (oder zumindest empfinde ich das so) weil man sich an der Dicke der Schnur orientieren kann und sie daher viel einfacher gleichmäßig breit wird. Durch die Verwendung von Schrägband kann man auch geschwungene Kanten gut mit Paspeln verzieren. Wer das noch nie gemacht hat sollte es mal probieren, ein wirklich schöner Effekt und einfacher als man denkt. Die aufwändigsten Teile an dem Schnitt sind die Faltenbesätze an den Taschen (ja, es sind Taschen). Die Falten habe ich abgesteppt, damit sie glatt liegen und auch nach der Wäsche noch da sind. Mit Paspel sieht das dann so aus: ![]() Und wenn man die Vorder- und Rückteile und die Seite zusammensetzt wirds schon ganz ansehnlich. ![]() Auch von innen (man beachte den mickirgen aber vorhandenen Taschenbeutel). ![]() Paaaaspeln! *schmacht* ![]() Für die letzte noch fehlende Seite brauchte ich erstmal einen Reißverschluss. Der wurde dann wie immer eingenäht: Naht zuheften, Nahtzugaben auseinanderklappen, Reißverschluss drunter heften und mit dem Reißverschlussfuß rundherum einnähen. ![]() Dadurch, dass ich etwas Weite "angeschoben" habe ist der Reißverschluss sogar richtig gut verdeckt. ![]() Damit ist das Röckchen anprobierbar und sieht schon ziemlich gut aus: ![]() Den Saum habe ich inzwischen noch gemacht und ein paar Gürtelschlaufen. Es fehlt noch eine läppische Naht am Bund, dann ist er fertig. Davon gibts dann Bilder wenns soweit ist. Auf ein Futter verzichte ich vorerst weil ich kein passendes da habe und den Rock morgen schon anziehen will. Auf jeden Fall hat das bis auf ein paar Denkausfälle von mir gut geklappt und ist ziemlich genau so geworden wie ich dachte. Ob das jetzt der ultimative Rock ohne Eigenschaften ist, wage ich zu bezweifeln. Soda hat schon vorgeschlagen, ich solle mir einfach mal einen ganz schlichten *kaufen*. Klingt nach einer machbaren Idee ;) Nichtsdestotrotz ist das hier ein schönes Röckchen! Und noch ein Grund zur Freude: ![]() Morgen sehe ich Alice Cooper! *happyhappyjoyjoy* Für mich das dritte Mal, für meinen Freund das erste. Aber ich glaube er ist sich der Denkwürdigkeit dieses Ereignisses noch nicht so richtig bewusst. Ich meine... Alice Cooper!! Wir sind unwürdig! (Ja, ich *liebe* diesen Film :D) Montag, 28. April 2008 - 14:50 - Was lange währt wird endlich gelb Manchmal braucht es ja einen Anlass. Zum Beispiel auch zum Fertigstellen spezieller Klamotten die ohne einfach nicht aus den Puschen kommen. Dazu gehört der von mir zärtlich "Twiggy" genannte Rock. Der lag schon seit letztem Jahr fast vollendet im Winterschlaf. Ich zitiere mich aus einem lj-Post September 2007 Aber jetzt habe ich noch eine Rock-Idee, die ich gerne bald umsetzen würde. Zu einer Party am vergangenen Freitag habe ich ihn dann geweckt, seinen Saum gesäumt und Knöpfe plus Knopflöcher gemacht. Keine Applikation, weil ich nicht die richtigen Farben zusammenkriege. Und jetzt ist Twiggy in den Kleiderschrank umgezogen und beginnt ein neues Leben. :D ![]() ![]() Ein paar Details: Den Schnitt habe ich wenn ich mich recht erinnere selber erstellt, kann aber auch ein veränderter Burdaschnitt sein. Was man auf den oberen Fotos nicht gut erkennt sich die Gürtelschlaufen die vorne aus den aufgesetzten Taschen wachsen. Mein ganzer Stolz :D ![]() Von innen ist er auch recht ordentlich verarbeitet, zu ordentlich wie ich gemerkt habe als ich die Knopflöcher gemacht habe. Der Stoff ist fast zu dick dafür. Das Futter hat Soda mir mit der Overock abgekettelt. Sehr professioneller Look. Gefällt mir gut. Werde mir trotzdem keine Overlock kaufen, dafür habe ich ja Soda ;) ![]() Als ich der Puppe den Rock übergezogen habe, habe ich festgestellt, dass man mit einem ähnlichen Schnitt auch ein oberniedliches Kleid machen könnte. Stay tuned für "Twiggy, das Kleid" :) Samstag, 19. April 2008 - 16:01 - Rotkäppchen in da house, yeah! So, hier also nach längerem Zögern der offizielle Einführungspost für das Sweatshirt-Pullikleid. Wenn es nach mir geht hat es einen leichten Sixties-Style, gemischt mit Sportswear und meiner persönlichen Prise ... irgendwas :D Ich nenne es "Rotkäppchen" weil es in einer momentan nur in meinem Kopf stattfindenen modernen Comic-Version des Märchens gut zur Darstellerin von Rotkäppchen passen würde. Und es ist rot und hat eine Kapuze, um nur die offensichtlichen Dinge nochmal zu erwähnen. ![]() Bisher habe ich einige Wochen mit der Idee an sich zugebracht, verschiedene Details gezeichnet und gestern habe ich mit Hilfe verschiedener Burdas einen Schnitt gebastelt, den ich heute nochmal ohne Burdas Hilfe verändert habe und jetzt als endgültig erkläre. Es bräuchte eigentlich ein Probestück, aber ich wage es mal den Versuch ohne zu starten da mich der Sweat nur 6,80 Euro gekostet hat. Und irgendwann muss man auch mal anfangen wenn man mal fertig sein will. Also, dieser Haufen Sweat will mal ein Kleid werden. Damit ist die ätzendste Arbeit geschafft (aufzeichnen und ausschneiden nämlich). ![]() Dazu kombiniere ich als Futter/Besatz diesen dunkelblaugrundigen Sweat, der eigentlich einen Tick zu kindisch ist, aber super zu Rot passt. ![]() Da ein Rückenmotiv aufgrund der Kapuze flach fällt überlege ich jetzt die Kapuze selbst zu verzieren. Nicht aufwändig, nur eine kleine Applikation. Hab auch schon eine Idee, aber dazu mehr wenn ich soweit bin. Ich habe auch noch Bündchenmaterial in rot-blau-weiß geringelt, das würde *auch* gut passen, ist aber vielleicht zuviel. Entweder gemustertes Futter oder geringelte Bündchen, nicht beides. Da bin ich eisern. Labels: entwurf, kleid, NAEHEN, rotkappchen Donnerstag, 17. April 2008 - 00:16 - a friend indeed Nächstes kleines Zwischendurch-Projekt (obwohl ich den Eindruck habe, das wird längern dauern) könnte dieses hier sein: Ich plane schon lange meine treue Schneiderpuppe zu individualisieren. Sie soll dort wo der Aufkleber ist (über der linken Brust) ein Tattoo bekommen. Ein gesticktes. Heute habe ich mal einen Entwurf gemacht. ![]() (Jaja, ich hab mich bei dem einen E verschrieben ;)) Der Spruch ist auf meinem persönlichen Mist gewachsen. Nennt mich die Herrin der Wortwitze ;) A FRIEND IN NEED(LES) finde ich aber einen gelungen Text. Die Buchstaben LES werden in einer anderen Farbe als der Rest, aber ich bin mir was die Farbgebung angeht generell noch nicht so ganz schlüssig. Rotes Herz, helles Spruchband, helle Flügel, schwarzer Hintergrund. Oder bunter? So mexikanisch bunt könnte ich mir auch gut vorstellen. Rotes Herz, blaue Flügel, noch mehr bunte Sternchen und goldene Akzente. Oder eher monochrom in rot-grau-braun? Sollte auf jeden Fall zu ihrem dunkelroten Bezug passen. Ich muss Filz kaufen... Labels: entwurf, NAEHEN, needles, stick Dienstag, 11. Dezember 2007 - 21:13 - Stickerei auf der Schürze Nachdem ich heute die Stoffe gewaschen habe gehts jetzt los mit der Schürze. Als erstes habe ich einen Schriftzug gestickt, der später auf dem oberen Teil Platz findet. Sticken macht Spaß, solange es nur so ein paar Wörter sind. Und mit Kettstich gehts auch recht schnell und ist in anderthalb Stunden erledigt. Erst vorzeichnen (Kopierpapier ist hier mein Freund) ![]() Dann nachsticken ![]() Das hier ist übrigens der Entwurf für die Schürze, aus 4 verschiedenen Stoffen. Schrägband für die Kanten werde ich noch besorgen und zwei farbige Knöpfe. ![]() Labels: entwurf, NAEHEN, schürze, stick Freitag, 9. November 2007 - 13:43 - Herbst an allen Fronten Zu dem roten Karo den ich neulich für das nächste Burdakleid gekauft habe habe ich in meinem Vorrat noch einen tollen rostroten Feincord gefunden. Daraus werde ich eine Art kurze Jacke oder Shrug machen. Vielleicht finde ich noch einen cremefarbenen Plüsch für die Kapuze. Der braune Karo wird dann das Futter für die Jacke. Als verbindendes Element werde ich ihn dann auch nochmal beim Kleid als Schrägstreifen aufgreifen. ![]() Das ist übrigens mein großes Skizzenbuch in das ich alle spontanen Ideen aufzeichne. So verhindere ich einen Wust loser Blätter an meinem Arbeitsplatz und habe alles beisammen. Außerdem stelle ich es mir lustig vor, das in ein vielen Jahren nochmal vorzuholen und zu sehen was ich damals so mochte. Trotzdem ist erstmal die Bluse dran, schließlich magelt es mir für das Kleid immer noch an Futterstoff. Heute habe ich auch keine Meinung in die Stadt zu fahren, diese Sturmflutwarnung macht mich doch etwas nervös. Es ist Herbst, damit muss man rechnen, okay. Trotzdem kein so gutes Gefühl. Labels: entwurf, kleid, NAEHEN, rost, stoff |
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