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Donnerstag, 12. Juni 2008 - 13:05 - Audrey-Hepburn-Gedenknähen Die Jacke ist jetzt soweit zusammen. Ich habe auch Einlage drin, das macht nochmal einen Reisenunterschied. Jetzt hängts wieder am Futter. Ich muss da nochmal was geeignetes suchen. Mal sehen wann ich dazu komme, kann uU etwas dauern. So siehts jetzt aus, zwei Ärmel und ein provisorisch befestigter Kragen. ![]() Ich sehe das Geheimnis der Kimonoärmel, glaube ich. Die Schultern werden dadurch viel runder, was sehr feminin und retro-elegant wirkt. Finde ich. Die schrägen Abnäher im Vorderteil muss ich noch mal neu machen, die sind zu steil und evtl auch zu lang. Schlau dass mir das *jetzt* auffällt, aber das kriege ich schon hin, denk ich. ![]() Der Kragen ist ziemlich süß. Ich hatte überlegt, den nochmal neu zu zeichnen und dabei etwas weiter rum zu ziehen, dass die Enden/Ecken weiter runter reichen, aber ich glaube so gefällts mir besser. Muss ich nochmal selber anprobieren, an der Puppe ist es jedenfalls schön. Jetzt ist er nicht ganz mittig angesteckt, glaube ich, aber es ist ja auch nur ein Test. Irgendwo in meinem Hinterkopf bildet sich neben der unvermeidlichen Audrey-Hepburn-Assoziation die Vorstellung von Schleifen. Irgendwo. Schwarze Stoffschleifchen. An den noch zu ergänzenden Taschenpatten? Am Kragen? Ich muss da nochmal drüber meditieren. Zierschleifen sind nicht mein gewohntes Terrain. Würde aber ein schöner mädchenhafter Kontrast sein vielleicht. Wird man sehen wenn die Jacke soweit fertig ist. Über Knöpfe habe ich auch noch nicht nachgedacht. Und dann sind da ja noch die Paspelknopflöcher. Aber ich bin zuversichtlich. Wenn ich eins an dieser Jacke gemerkt habe, dann dass ich mich weiterentwickel. Die Verarbeitung der Ärmel mit Seitenteil und eingesetztem Keil hätte mich früher in den Wahnsinn getrieben. Das ist jetzt ganz anständig geworden. So sauber konnte ich nicht immer arbeiten. Dienstag, 10. Juni 2008 - 18:11 - Approaching Die andere Swap-Eule ist auch fertig, habe ich gestern in einem durchmotivierten Rutsch gemacht. Ihr kennt das Spiel, wenn sie angekommen ist, zeige ich Bilder. Nachdem ich Eulenfreizeit habe, habe ich jetzt doch tatsächlich mal die Teile für die 1963-Jacke zugeschnitten. Ohne ein Probeteil zu machen. Ich halte ja viel von Probeteilen, aber man muss es auch nicht übertreiben. Der Stoff war wie gesagt 2€, und ich brauche nur einen Meter. Weil ich so gespannt war wie das nun aussieht und ob es passt habe ich auch gleich ein paar Teile zusammen genäht. Zig Abnäher, an Stellen an den man sie nie vermutet hätte. Die Anleitung beschränkt sich aufs Wesentliche, aber ich habs soweit alles nachvollziehen können. ![]() Da sieht der Stoff sehr dünn und steif aus, ist er aber gar nicht. Im Gegenteil, der ist nach dem Waschen richtig weich geworden. Muss nur dringend gebügelt werden, damit die Nähte besser fallen. ![]() Einen Ärmel habe ich schon und hier ist ja die Stelle wo die ganzen coolen Sachen passieren. *Unter* dem Arm. Passt bisher sehr gut, ich bin direkt überrascht. Und meine Theorie bestätigt sich mehr und mehr, das Model auf dem Foto trägt die Jacke in 44, obwohl das niemals ihre Größe ist. Sitzt doch ganz anders. ![]() Ich habe weiter keine Detailfotos von der Verarbeitung, aber da ich das ja auch alles noch mit dem Futter machen muss gibts da nochmal die Gelegenheit. Nur welches Futter ich nehme weiß ich noch nicht. Was buntes auf jeden Fall. Jetzt denke ich, ich hätte die Jacke doch lieber in dunklem Braun gemacht. Schwarz ist so hart. Braun hätte man gut mit Rot kombinieren können (ja, kann man Schwarz auch, ist aber nicht das selbe), als Knopf-Faden oder so. Naja, eigentlich fehlen mir nur die konkreten Ideen wo ich hin will mit den Details und den gesamten Look der Jacke. Zu Schwarz habe ich noch kein Konzept. Das ist so wenig Sechziger, deshalb vielleicht. Aber mal abwarten ob sie zu mir spricht, wenn sie weiter fertig wird. Ich glaube der Kragen macht noch einen großen Unterschied. Aus dem Rest (ist ja noch ein Meter von dem Stoff übrig) werde ich mir dann vermutlich endlich den kurzen schwarzen schlichten Rock nähen der zu allem passt, aber in meinem Schrank noch fehlt. Habe sogar schon eine konkrete Idee für "den Rock ohne Eigenschaften". Keine farbigen Details, damit wäre er schon wieder so festgelegt. Aber Falten gehen immer. Später dazu mehr, wenns soweit ist. Und als gratis Lächel-Foto für heute gibts bunte Metallic-Sterne. So schnell kommt man von den 60ern in die 80er :D Ist ein Schal den ich mir neulich gekauft habe. Der macht glücklich. Deswegen ist er auch überhaupt nicht Emo! ;)
Samstag, 8. März 2008 - 20:04 - Computer Blogbuch der USS Natronundblog. Captain Natron. Sternzeit -314.811,9 * Ich habe gerade nach langem mal wieder einen ebay-Einkaufsflash erlitten. *g* Stickgarn und drei weitere alte Burdahefte (diesmal aus den 60ern, die ich für meine persönliche Garderobe vielleicht noch ein kleines wenig lieber habe als die 50er). Und ein altes (1982) Stickerei-Buch. Ich hab auch ein ähnlich antiquiertes Buch über Stricken und Häkeln und die Modelle darin strahlen so viel Kindheit und Nostalgie aus, nicht weil ich sowas gehabt hätte, aber die späten Siebziger/frühen Achtziger machen mich immer weichherzig. Insofern dürfen Handarbeitsbücher für mich gerne aus einer anderen Zeit stammen. Fürs Herz :) Passend dazu kann ich über mein aktuelles Nähabenteuer berichten. To boldly go... und so weiter ;) Ich hatte ja erwähnt, dass ich eine sogenannte "kleine Couturejacke" für das Frühjahr brauche (ja, "brauche" ;)). Also ein halbdreiviertellangärmliges zierliches Jäckchen mit anspruchsvollerem Schnitt. Gerne etwas an-ge-retro-t. Und als ich dann nochmal meine Burda 5/63 durchschaue fällt mir ein ähnliches Modell auf. Und der Schnitt hat mich gleich für sich eingenommen. Seit ich in der fantastischen Uli Richter Ausstellung war, stehe ich ja auf unerwartete Schnittführung und dramatische Abnäher. Und eine Jacke bei der es nur 4 Schnittteile gibt zu denen Kragen, Seite, Keil und ein wildes kombiniertes Vorder-Rücken-Teil mit angeschnittenen Ärmeln zählen muss ich einfach lieben. :D Es ist im übrigen eins der "Schlagermodelle für Mai" *hihi* Also habe ich das mal in Angriff genommen. So ins Blaue. Das kann jetzt total gut werden oder total scheitern. Mein erster "vintage" Schnitt. ![]() Problem bei der Jacke ist: Sie ist in Größe 44 (damals gabs noch nicht die Mehrgrößenschnitte) und damit zu groß (selbst wenn man die erstaunliche Maßtabelle der 60er Jahre zugrunde legt in der Größe 44 sage und schreibe 98-78-108 ist. Zum Vergleich, heute ist 44 bei Burda 100-82-106!) 98 cm Brustumfang kriege ich auch mit gutem Willen nicht zusammen. Also werde ich ein Probestück nähen und das dann hoffentlich sinnvoll verkleinern können. Bis jetzt habe ich mich erstmal nur durch das Gewirr der damaligen Schnittbögen gekämpft und den Schnitt übertragen. (Burda: "Der Farbschnittbogen ist durch die Zweifarbigkeit klar und übersichtlich") ![]() (Die Anleitung habe ich kopiert um nicht das prähistorische Heft die ganze Zeit zu zerknüllen, ich liebe diese Funktion an meinem Drucker :D) Es gibt ein paar Dinge die unkomfortabel sind wenn man an moderne Burdas gewöhnt ist, aber bisher nichts weltbewegendes. Die Arbeitsanleitungen sind eher... öhm... knapp gehalten. Das ist nichts für Leute die schon mit den ausführlichen Burdatexten nicht klarkommen. Aber damit hatte ich noch nie Probleme, also bin ich frohen Mutes. Und improvisieren kann ich auch. Was absolut ober-niedlich ist, sind die kleinen Modellzeichnungen in der Arbeitsanleitung: ![]() Wie sie die Jacke auf einem kleinen Bügel hält... waaaah! *schmelz* Ich bin also sehr gespannt wie ich klarkomme. Ich werde euch auf dem Laufenden halten und über die Hindernisse und Eigenarten eines über 40 Jahre alten Schnitts informieren :) * Es gibt tatsächlich Sternzeit-Umrechnungprogramme. Aber wer hätte etwas anderes erwartet? ;) Labels: 1963, burda, jacke, schnitte |