Nur NähenNur FotografieAlle Themen

Donnerstag, 15. November 2007 - 14:30 - Sherlock: Fast fertig

Es fehlen nur noch die Knöpfe. Da werde ich aber wahrscheinlich Ringdruckknöpfe zum Nieten kaufen. Hoch lebe die Variozange ;)
Nun also, die Bluse mit Ärmeln. Die habe ich ja etwas verändert und eingehalten eingesetzt, das gibt irgendwie mehr Volumen und gefällt mir prinzipiell besser. Die Verarbeitung der Armausschnitte habe ich auch nach Gutdünken gemacht, mit einigen Handstichen und ohne Schrägstreifen.



Ich bin ja normalerweise nicht dafür auf kleine Fehler auf Bildern noch extra hinzuweisen aber hier fällt es mir sehr auf: Nein, die Vorderteile sind tatsächlich exakt gleich lang!



Was man hier auf dem letzten Bild sieht ist, dass die Paspeln von den dunklen Musterstreifen auf den Knopfleisten fortgesetzt werden. Das ist zufällig passiert, sieht aber klasse aus :)

Labels: , , ,



Dienstag, 13. November 2007 - 16:26 - Ausgefranste Paspeln

Der Sherlock kommt so langsam zusammen. Ich bin im Moment nicht so motiviert und arbeitswütig wie noch vor kurzem. Aber das ist okay, solche Phasen gibt es auch.

Die Bluse ist jetzt in dem Zustand wo ich nicht weiß ob sie "schon" zusammengesetzt ist oder nur "noch" Ärmel, Kragen und Knopfleiste braucht. Schon erstaunlich wie unterschiedlich man wahrnimmt, abhängig vom Entwicklungszustand des Projekts. Es braucht bei mir auch immer einen Moment wenn ein Teil fertig ist, umzuschalten von "dies ist ein Nähprojekt" auf "dies ist ein Kleidungsstück".

Wie auch immer, ich habe also Paspeln gemacht, allerdings nicht mit Schnur drin (hatte keine die dünn genug gewesen wäre) sondern ich habe eine ganz normale Paspel genäht und diese dann als sie fertig war aufgeschnitten. Das gibt einen ausgefransten, "weicheren" Charakter der zu diesem Western-Holzfäller-Look passt.



Ich mag die Taschen :)

Labels: , ,



Montag, 12. November 2007 - 13:23 - 'round the corner

Da ich gerade die Taschen für die Bluse zusammensetze, hier ein kleiner Tipp für komplizierte Formen. Laut Anleitung soll man lapidar die Nahtzugabe umbügeln und die Tasche aufsetzen. Das ist bei runden Formen leichter gesagt als getan. Es gibt zwei Möglichkeiten (es gibt natürlich noch mehr, aber zwei die ich verwende sind die folgenden):

1: Taschen mit Futter verstürzen. Dabei schneidet man die Tasche nochmal aus Futterstoff zu. Dabei alle Falten weglassen, so dass die Futtertasche nur die Form der endgültigen Tasche hat ohne Faltenböden und so weiter. Die beiden Taschen rechts auf rechts zusammennähen. Dabei bleibt eine gerade Seite offen. Wenden, bügeln. Die Zugaben der offenen Kante nach innen falten, bügeln, ggf zunähen wenn das nicht im nächsten Schritt automatisch erfolgt. Tasche aufsetzen.
Schlauer ist es, wenn das möglich ist, die untere Kante beim Wenden offen zu lassen. Dann kann man diese Kante einfach versäubern und die Tasche zuerst nach unten geklappt (rechts auf rechts) nur an der unteren Kante aufnähen. Dann nach oben klappen (dabei verschwinden die Zugaben in der Tasche) und rundherum an den drei Kanten aufsteppen.

2: Wenn man kein Futter will, zum Beispiel weil man die eingelegten Falten tatsächlich für Mehrweite nutzen möchte ist es etwas fummeliger. Das ist die Methode die ich heute verwendet habe.
Ich habe mir eine Vorlage für die endgültige Taschenform (also wieder ohne Falten-Chichi) gemacht, aus dünner Pappe (je dünner die Pappe desto besser). Diese Vorlage lege ich auf die linke Seite der Tasche und bügel die Nahtzugabe quasi "drumherum". So werden auch runde Kanten viel ordentlicher als wenn man die Nahtzugabe Pi mal Auge umfaltet. Wichtig: Genug Nahtzugabe macht das Unterfangen einfacher! (Negativbeispel siehe Foto ;))
Nach Entfernen der Vorlage nochmal von rechts bügeln und dann ist die Tasche soweit, dass sie platziert werden kann. Wenn man sie zuerst nur heftet wirds noch etwas einfacher.

Labels: , , ,



Sonntag, 11. November 2007 - 18:33 - Sherlock Bluse

Los gehts mit dem nächsten Projekt, der Sherlock Bluse. So benamst nach dem Stoff der jedem Detektiv zur Ehre gereichen würde.



Der Stoff ist von Karstadt, Flanell reduziert auf 3 Euro/Meter. Da konnte ich nicht vorbei gehen. Schnitt ist aus der August-Burda dieses Jahres. Um diesen schönen gestreift-kariert-Effekt mit einem einzigen Stoff zu imitieren schneide ich die karierten Parts schräg.



Das einzige was mir an dem Schnitt nicht gefällt sind die Ärmel, und das auch nur seit ich auf dem Schnitt festgestellt habe, dass sie nicht eingereiht werden. Die Teile werde ich also noch verändern, das sollte kein großes Problem darstellen.



Ich liebe ja Karomuster sehr, aber es stellt mich auch immer vor die Herausforderung es *ganz genau* hinzukriegen. Daher habe ich diesmal nichts mit doppelter Stofflage zugeschnitten, sondern jedes Teil einzeln aufgelegt, die Karos auf dem Schnitt markiert um das Teil dann beim zweiten Mal mit exakt dem selben Musterrapport zuzuschneiden. Klingt ungeheuer pedantisch, ich weiß.

Labels: , ,